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zeigen, so spricht dieser Befand deutlich gegen Lähmungund Schwäche.
Ferner achte man auf die sogenannte Luftfigur, diebekanntlich von den Begrenzungslinien zweier correspon-dirender Körpertheile gebildet wird, und sehe zu, ob ein-seitige Ausbiegungen und Einbiegungen dieser Liniendurch krankhafte Verdickungen oder Verdünnungen derbeklagten Körpertheile zu erklären sind.
Zu dem Zwecke lasse ich den Mann, wenn irgendmöglich, sich mit senkrecht abwärts gerichteten Unter-Gliedmassen aufstellen und zwar so, dass die Füsse mitmathematischer Genauigkeit parallel zu einander und 10 cmvon einander stehen. Hierdurch wird die Beurtheilungder Luftfigur der Schenkel wesentlich unterstützt. Gleichzweckmässig ist es, die Arme vorstrecken zu lassen undabwechselnd die Hohlhände, die Daumenrücken und dieUinarränder der Klcinfinger ebenmässig an einander legenzu lassen.
Unerlässlich sind Messungen der angeblich gelähmtenKörpertheile in regelmässigen Zwischenräumen. An denGliedmaassen, die ja vorwiegend in Betracht kommen,werden die Querumfänge und die Längsmaasse bestimmt.Was jene anlangt, so ist sorglich zu vermeiden, dass dieGliedmaassen bei wiederholter Messung etwa in andrerHaltung oder in einer andern Höhe gemessen werden.Um diesem Fehler nicht zu verfallen, wird man an augen-fälligen anatomischen Punkten, oder in einer bestimmtenund ausgemessenen Entfernung von diesen Punkten, oderin einer Linie zu messen haben, die man sich bei derersten Messung auf die Haut vorgezeichnet hat. Wer dieQuerumfänge nicht in ganz umsichtiger Weise misst, darfsich nicht wundern, wenn er Abweichungen ausgemessenhat, mit denen er nichts anzufangen weiss.
Die Längen der Gliedmassen lassen sich, da man sichan augenfällige Endpunkte für die Messlinie halten kann,in dieser Beziehung ohne besondere Vorkehrungen der