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Macula lutea, so besteht, falls das längere Zeit unter-suchte Auge unruhig wird, blinzelt oder thränt, sichernoch Lichtempfindung (Arlt).
Ungleich häufiger als doppelseitige Blindheit wirdeinseitige Blindheit vorgetäuscht. Die Mittel, diezur Entlarvung der Vorspiegelung einseitiger Blindheit undSchwachsichtigkeit vorgeschlagen worden sind, sind sehrzahlreich. Theils schliessen sie das gesunde Auge beiihrer Anwendung aus, theils lassen sie das gesunde Augemitwirken, um den Spiegelfechter glauben zu machen, dasser etwas mit dem gesunden Auge sehe, was er thatsäch-lich mit dem angeblich blinden sieht. In der nun fol-genden Besprechung dieser Verfahren will ich mich aufdie gebräuchlichsten beschränken.
Schliesst man das angeblich gesunde Auge vom Seh-acte aus, hält es zu oder verbindet es, so lassen sichfolgende einfache Entlarvungsversuche anstellen:
Wie von ungefähr wendet der Arzt seinen eignenKopf nach links und rechts und umgekehrt und beobachtet,ob seine Pupillen vom angeblich blinden Auge fixirt werdenoder nicht (Picha).
Denselben Zweck verfolgt folgender Versuch:
Man lasse den Kranken einen eignen Finger vordas blinde Auge halten und fixiren. Während der wirk-lich Blinde dieser Aufforderung zur Fixirung entsprechenkann, wenn nicht gerade ein das Muskelbewusstseinstörendes Hirnleiden besteht, so wird der Spiegelfechterdiesem Versuche sorglich ausweichen. Freilich kommt esvor, dass wohl auch ein wirklich Blinder die ihm mög-liche Fixirung aus Furcht für einen Spiegelfechter gehaltenzu werden, scheut und unterlässt (Schmidt-Rimpler).
Aehnlich verhält es sich mit der Berührung des vor-gehaltenen Fingers mit einem andern Finger des Prüflings.Der Betrüger wird sich zu dieser des Sehens nicht be-dürftigen Berührung erst dann entschliessen, wenn erwahrnimmt, dass ein gesunder Mann mit verbundnenAugen den Versuch leicht ausführen kann (Burchardt).
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