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Vorschlag zu wenig den Grad der vorhandenen Acco-modation.
Kommt man mit der Untersuchung mittels Sehprobennicht zum Ziele, d. h. kann der Prüfling weder mit — 24noch mit + 24 die angebliche Schwachsichtigkeit ver-bessern, so liegt Astigmatismus oder ein tieferes Augen-leiden oder Verstellung vor.
Auch gegenüber diesen Krankheiten kann der Arztals Nicht-Augenarzt selbst mit beschränkten Hilfsmittelndie Klärung des Sachverhaltes noch einigermassen fort-setzen. Der Astigmatismus nämlich wird Bestätigungerfahren, wenn eine Astigmatismustafel zur Verfügungsteht, und der Prüfling, indem er die Tafel bei auf-rechter Kopfhaltung mit einem Auge betrachtet, die inder einen Richtung verlaufenden Striche deutlicher erkennt,als die auf letztere senkrecht aufgesetzten. Ferner wirddie Annahme eines Astigmatismus dadurch bekräftigt, dassdie Hornhaut des Auges die concentrischen Kreise einesKeratoskops verschoben wiederspiegelt. Freilich ist zurendgiltigen Feststellung des Astigmatismus der Gebrauchdes Augenspiegels unvermeidlich.
Ist Astigmatismus auszuschliessen, so kann Schwach-sichtigkeit (Amblyopie), die sich functionell in mangel-hafter Sehschärfe ausdrückt, vorliegen. Diese erfordert,um etwaige materielle Veränderungen der tiefern Augen-gebilde zu erkennen, die Benutzung des Augenspiegels;ja in zweifelhaften Fällen wird es sogar der Untersuchungdes ganzen Körpers und insbesondere des Harns be-dürfen. Nichtsdestoweniger kann man schon durch ein-fachere Mittel sich Ueberzeugung von Vortäuschung oderUebertreibung verschaffen. Dazu lasse man vor allem dieSehproben in rasch wechselnden Entfernungen lesen. Hatman weisse Scheiben verschiedener Grösse zur Hand,und behauptet der Prüfling, eine weisse Scheibe bei be-stimmter Beleuchtung nur eben noch in gewisser Ent-fernung zu erkennen, so veranlasst man ihn, jedesmal,sobald er eine der Scheiben hinter einem Schirme zum
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