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bade auf 60 — 70°; nach dem Erkalten wird abfiltriert und der Rück-stand nochmals ebenso mit Weingeist behandelt.
Zu dieser Untersuchung kann, wenn die Prüfung nach A negativ ausfielund genügend Untersuchungsmaterial vorhanden ist, auch dieses direkt, nachentsprechender Zerkleinerung, verwendet werden; reagiert dasselbe sauer, so istes zuerst mit Alkalilauge bis zur schwach alkalischen und hierauf mit Wein-säure bis zur starksauren Reaktion zu versetzen.
Ist das Untersuchungsobjekt flüssig (Wein, Bier, Milch, Harn usw.), so istes nach dem Versetzen mit überschüssiger Weinsäure und vor dem Ausziehen mitWeingeist ebenfalls auf dem Wasserbade fast bis zur Trockne zu verdampfen;reagiert dasselbe sauer, so ist es vor dem Zusatz der Weinsäure mit Alkalilaugeschwach alkalisch zu machen.
In Wasser lösliche, feste Untersuchungsobjekte, z. B. mit Zucker her-gestellte Pulvermischungen oder Pastillen können nach dem Lösen in Wasserund Ansäuern mit Weinsäure gleich direkt nach II, III, IV geprüft werden.
1. Der Rückstand von der Weingeistextraktion dient zurweiteren Untersuchung nach unten C. und I).
2. Die gemischten alkoholischen Auszüge werden in einerPorzellanschale auf dem Wasserbade zur Sirupkonsistenz abgedampft,dann langsam unter Umrühren mit dem gleichen A T olumen Wassergemischt und die sich abscheidenden harzigen und fetten Stoffe nachdem Erkalten durch Filtrieren durch ein mit Wasser benetztesFilter entfernt.
3. Die filtrierte wässerige Flüssigkeit wird wiederum aufdem Wasserbade zur Sirupkonsistenz abgedampft, dann allmählichunter Umrühren mit dem 5—6fachen Volumen absoluten Alkoholsvermischt und nach dem Erkalten von den sich abscheidendenDextrinen, Eiweißstoffen, Albumosen, anorg. Salzen durchFiltrieren durch ein mit Alkohol benetztes Filter getrennt.
4. Die auf den Filtern gesammelten, durch Wasser nach2 und Weingeist nach 8 abgeschiedenen Stoffe werden gemeinsammit dem nach 1 erhaltenen Rückstand auf anorg. Stoffe nach D. nntersucht.
5. Die beim Behandeln nach 3 erhaltene alkoholischeLösung wird auf dem Wasserbade zur Trockne verdunstet, derbleibende saure Rückstand in wenig Wasser gelöst, dann mit so vielAlkalilauge versetzt, daß die Reaktion nicht mehr sehr stark, abernoch deutlich sauer ist.
Die alkoholische Lös. kann auch in Alkohol lösliche Metallsalze, z. B.Arerkurichlorid, Metallacetate, sowie arsenige Säure enthalten; da Merkurichloridbei der späteren Behandlung mit Äther, arsenige Säure bei der späteren Be-handlung mit Amylalkohol gelöst wird, wodurch einerseits Störungen undTäuschungen stattfinden können, andererseits aber die Anwesenheit der betr.Metallgifte in der alkoholischen Lösung einen Schluß auf deren Verbindungs-form zuläßt, so ist ein kleiner Teil der sauren Lös. mit H 2 S zu prüfen undim Falle einer Reaktion das Metallgift aus der Lös. 5 durch Einleiten vonH 2 S zu entfernen; die H 2 S-Fällung wird nach S. 122 geprüft, das Filtrat von