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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Menge erhalten und verhalten sich ganz verschieden gegen die speziellenReagenzien der Alkaloide, so daß deren Verwechselung mit Alkaloiden kaumzu befürchten ist.

Die fälschlich Ptomaine genannten Stoffe können gleichfalls durchwiederholtes Reinigen der bei der Isolierung der Alkaloide zuerst erhaltenen,gefärbten, schmierigen Produkte entfernt werden (8. 241,3.).

Bei dem Verfahren nach Stas-Otto werden auch diemeisten künstlich hergestellten, als Arzneimittel verwen-deten, org. Verbindungen isoliert, von denen einige der allge-meinen Fällungsreaktionen und manche auch einige der Färbungs-reaktionen der Alkaloide geben, so daß auch dadurch Verwechselungenmit Alkaloiden möglich sind.

Um eine Verwechselung sowohl dieser Stoffe als auchder Ptomaine mit den Alkaloiden zu vermeiden, sucht manfür die Spezial prüf ungen stets reine, womöglich kristalli-sierte Substanzen zu erhalten und nimmt deren Identitätmit einem Alkaloide nur dann an, wenn alle für dasselbemaßgebenden ehem. Reaktionen eintreten und in zweifel-haften Fällen auch die physiologische Prüfung den ehem.Befund ergänzt.

Während von den giftigen Alkaloiden, Glykosiden undBitterstoffen schon wenige Dezigramme Vergiftung erzeugen, sinddazu von den anderen, synthetisch dargestellten, org. Verbindungenmeistens bedeutend größere Mengen nötig, so daß bei der Prüfungauf dieselben, bei damit erfolgten Vergiftungen, fast stets solche Mengenbei der Analyse erhalten werden, daß zur Identifizierung neben denehem. Eigenschaften auch die physikalischen Eigenschaften (Schmelz-und Siedepunkt, Kristallform, opt. Drehungsvermögen) festgestelltwerden können, event. unter Zuhilfenahme der entsprechenden aus-führlichen pharmazeutisch-chemischen Lehrbücher.

In manchen Fällen wird jedoch die Identifizierung dieser Stoffe

nur durch Ausführung der quantitativen Elementaranalyse unter anschließenderOrientierung inIlichter, Lexikon der Kohlenstoffverbindungen" möglich sein.Der Nachweis geringer Mengen von Alkaloiden usw. bei Gegen-wart von synthetisch dargestellten Arzneimittel n mit Hilfe der Speziai-reaktionen der ersteren kann manchmal größere Schwierigkeiten bereiten, undist in solchen Fällen der erhaltene Ätherrückstand am besten einer Autoritätauf dem Gebiete der toxikologisch-chemischen Analyse zur weiteren Unter-suchung zu übergeben, bezw. nachDragendorff, Die gerichtlich-chem. Er-mittelung von Giften" zu untersuchen.

I. Man versetzt den sauren Rückstand der Destillation von A,nachdem man denselben in einer Porzellanschale auf den Wasserbadefast bis zur Trockne verdampft hat, mit etwa dem doppelten Ge-wichte reinen, Starken Weingeist und erwärmt 2530 Minuten langin einem, mit Rüeknußkühler (S. 21) versehenen Kolben im Wasser-

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