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mit Ferrosalzlös. auf Ferricyanide, mit Ferrisalzlös. auf Ferrocyanide
(S. 86 u. 87), da auch diese HCN entwickeln können.
Ist die Anwesenheit dieser Dichtgiftigen Cyanverbindungen konstatiert,so weist man giftige Cyanverbindungen neben ihnen nach, indem man die zuprüfende Substanz mit Wasser und einem Überschusse von Natriumbikarbonatversetzt und dann destilliert; Natriumbikarbonat verbindet sieh nicht mit freierBlausäure und macht diese aus den löslichen Cyaniden, nicht aber aus Ferro-und Ferricyaniden, frei. Merkuricyanid gibt bei Gegenwart von Natriumbikarbonatnach Zusatz einiger ccm gesättigten Schwefelwasserstoffwassers bei der Destillationalle Blausäure ab, während Ferro- und Ferricyanide auch so nicht zersetzt werden.
II. Destillation der aus saurer Lösung flüchtigen Gifte.
Man versetzt eine größere Menge des (event. zerkleinerten undmit Wasser zu einem dünnen Brei verdünnten) Untersuchungsobjektsmit Weinsäure bis zur stark sauren Reaktion in einem reinen, nichtüber die Hälfte anzufüllenden Glaskolben, welcher im Wasserbadesteht und mit einem (ilaskühler versehen ist, dessen Rohr in eine mitetwas Wasser gefüllte Vorlage taucht (Fig. 8).
Die bei der Destillation zuerst übergehenden 10—15 ccm fängt man ambesten gesondert auf und prüft sie auf Blausäure, Chloroform, Alkohol, Aceton,Jodoform, Nitrobenzol, das dann Überdestillierende auf die .•linieren Stoffe(S.233 A).
Reagiert das Untersuchungsobjekt sauer, so versetzt man es vor dem Zusatzder Weinsäure mit Alkalilauge bis zur schwach alkalischen Reaktion.
Der nach beendigter Destillation im Kolben zurückbleibende, weinsaureRückstand dient zur Prüfung auf phosphoriger Säure (s. unten 1) u. bei Mangelan FntersuchuiigMiiaU'rial (s. B. I.) zur Prüfung auf nichtflüchtige Gifte.
1. Prüfung auf Phosphor. Ist durch die Vorprobe Vor-handensein von Phosphor anzunehmen, so destilliert manin einem dunklen Räume. Bei Anwesenheit von Phosphor be-merkt man da, wo die Dämpfe in das Kühlrohr eintreten, andauerndesdeutliches Leuchten, gewöhnlieh einen leuchtenden King; ist die Phos-phormenge erheblich, so finden sich in der Vorlage Phosphorkügelchen,sowie phosphorige Säure, welche, selbst wenn Leuchten undPhosphorkügelchen nicht erhalten worden, den Beweis liefert,da Li ursprünglich Phosphor vorhanden war.
Zur Prüfung auf phosphorige Säure versetzt man mit Chlor- oderBromwasser und konzentriert durch Abdampfen, worauf die Flüssig-keit die Reaktionen der Phosphorsäure (S. 90,a.) gibt.
Alkohol, Äther und andere flüchtige Substanzen können dasLeuchten so lange verhindern, bis sie überdestilliert sind. Man destilliere dahermindestens ein Drittel des Kolbeninhalts über.
[st kein Leuchten eingetreten, deutet aber die Vorprobe auf Phosphor, soprüft man sowohl das Destillat als den Rückstand nach der Methode Dusart-Blondlot, welche darauf beruht, daß selbst Spuren von Phosphor oder phos-phoriger Säure der Wasserstotl'flamme eine smaragdgrüne Färbung erteilen.
Man benützt einen Apparat wie zur Marshschen Arsenprobe (Fig. 50),dessen Trockenröhre, zur Entfernung von H,S, mit Alkalilauge getränkte Bims-