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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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4. Diphenylaminschwefelsäure wird sofort, wie durch viele andereoxydierende Stoffe, gebläut.

5. Bleisuperoxyd oder Mangansuperoxyd, ferner Permanganateoder Perchromate entwickeln je nach dem H 2 0 2 ~Gehalt der (am besten mitetwas Säure versetzten) Lös. mehr oder weniger Sauerstoff; z. B. MnO,, -f H 2 0 2 =MnO + H 2 0 + 2 0.

6. Mangano-, Plumbo- oder Kobaltosalze reagieren wie mit Persul-faten (s. diese 3).

C. Systematischer Gang der qualitativen Analyse.

I. Die Gruppenreagenzien.

Ist festzustellen, daß im zu untersuchenden Objektenicht nur ein vermuteter Stoff vorhanden ist, sondern auch,daß kein anderer als der gefundene Stoff zugegen ist, oderhandelt es sich um den Nachweis mehrerer Stoffe neben-einander, so ist ein bestimmter systematischer Gang bei derAnalyse unentbehrlich.

Dieser systematische Gang beruht auf dem Verhalten der Lösungder Metalle (bzw. ihrer Kationen) und der Lösung der Säuren (bzw.deren Anionen) zu den allgemeinen oder Gruppenreagenzien (S. 54).

Die Metalle lassen sich in Gruppen trennen, nach demVerhalten ihrer Lösungen

1. zu ('hlorwasserstoffsäure,

2. zu Schwefelwasserstoff bei Gegenwart einer Mineralsäure,

3. zu Schwefelwasserstoff, bei Gegenwart eines Alkalihydroxyds

(oder zu Alkali- oder Ammoniumsulfiden),

4. zu Ammoniumkarbonat, indem aus den Lösungen, wenn sie in

der erwähnten Reihenfolge mit diesen Reagenzien versetztwerden und der jedesmal entstandene Niederschlag getrenntwird, nur je eine Gruppe gefällt wird;

5. schließen sich als weitere Gruppe die Alkalimetalle an, deren

Ionen durch die erwähnten Reagenzien nicht gefällt werden.

Die Kationen der drei ersterwähnten Gruppen werdendurch Schwefelwasserstoff bei Gegenwart von Alkalihydroxydoder Ammoniak als unlösliche Metallsulfide gefällt.

Die Metallsulfide der zweiten Gruppe sind in verd. Mineralsäureunlöslich, während sich die Metallsulfide der dritten Gruppe darinlösen, so daß daher die dritte Gruppe bei Gegenwart freier Mineral-säure nicht, und auch in neutraler Lösung nicht oder nur teilweisegefällt wird, da dann die freiwerdende Säure dies verhindert; z. B.FeS(>., 4- I I,S = FeS + I f 2 S0 4 .