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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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IV. Lithiumverbindungen.

1. Alkalikarbonate fällen aus konz. Lösungen weißes, kristallinischesLithiumkarbonat, Li^CO,,; z. B. Na.,C0 3 + 2 LiCl = Li 2 C0 3 -f 2 NaCl.

2. Natriumphosphat fällt beim Erhitzen weißes, kristallinisches Lithium-phosphat, Li 3 P0 4 ; z. B. 3 LiCl -f Na 2 HP0 4 = Li 3 P0 4 + 2 NaCl + HCl.

3. Lithiumverbindungen färben die Flamme karmoisinrot; durch dickesKobaltglas betrachtet, ist die Flamme farblos (Unterschied von der K-Flamme).

4. Platinchlorwasserstoffsäure, Natriumhydrotartrat, Natriumkobaltinitrit,l'ikrinsäure fällen nicht.

jf *,,*/} y Zweite Gruppe. /^»«,^*^ ' , , ^.Ä*,

4--, i MMj+v,. Verbindungen des Baryums, Strontiums,4, <tfKffrUriJ'faftMJt Calciums, Magnesiums.

Die Hydroxyde sind in Wasser weniger leicht löslich wie die IAlkalihydroxyde; ihre Löslichkeit nimmt vom Baryum zum Magnesiumstufenweise ab, Magnesiumhydroxyd ist fast unlöslich.-4 ttt. #»/»/ /,,»/+~ / i*&~46/fAiA.£jUi.

Baryumchlorid, Baryumnitrat und Strontiumnitrat sind in absolutem Alkoholunlöslich, Strontiumchlorid, Calciumnitrat und -chlorid löslieh, weshalb dieseVerbindungen zur Trennung dieser Katiouen dienen (s. Schema 8).

Die neutralen Karbonate und Phosphate sind in Wasser unlös-lich, in Säuren löslich, daher die neutralen Lösungen durch Alkali-und Ammoniumphosphate und -karbonate gefällt werden (die Fällungdurch Ammoniumkarbonat des Handels (S. 48) ist nur beim Kochen vollständig).Dieses Verhalten dient zur Trennung von den Verbindungen derersten Gruppe.

Die Sulfide der Gruppe sind in Wasser löslich, bezw. die Salzewerden durch H,S nicht zerlegt, so daß also weder durch H a S nochSchwefelammonium die Verbindungen der Gruppe gefällt werden.Dieses Verhalten dient zur Trennung der zweiten Gruppe von dendurch H 2 S oder Schwefelammonium fällbaren folgenden Gruppen.

Bei Gegenwart von Phosphor-, Oxal-, Fluorwasserstoffsäure werden auchdie Metalle der zweiten Gruppe durch Schwefelammonium gefällt, jedoch alsPhosphate, Oxalate, Fluoride, infolge der Unlöslichkeit dieser Verbin-dungen in neutralen oder alkalischen Flüssigkeiten; die Trennung der erwähntenSäuren von den Metallen dieser Gruppe geschieht nach Schema 7.

Die Magnesiumverbindungen unterscheiden sich wesentlichvon denen des Baryums, Strontiums, Calciums durch die Löslichkeit des Magne-siumsulfats (SO/ Anionen geben keine Fällung), durch ihre Fällbarkeit durchAmmoniak (s. S. 48), sowie durch ihr abweichendes Verhalten bei Gegenwarteiner genügenden Menge von Ammoniumsalzen, indem sie dann weder durchdie Hydroxyde und Karbonate der Alkalimetalle noch des Ammoniums gefälltwerden. Setzt man daher Ammoniak im Überschüsse zu Lösungen von Magne-siumsalzen, die eine genügende Menge freier Säure enthalten, so wird durchdie entstehenden Ammoniumsalze die Fällung durch NH 3 usw. verhindert;Natriumphosphat hingegen fällt auch dann die Magnes ium verbindungen (s. S. 59).

I. Baryumverbindungen.

1. Verdünnte Schwefelsäure (oder auch selbst sehr verdünnteSulfatlösung, z. B. von Calcium- oder Strontiumsulfat) fällt