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Kg. 11.
hat man auch komplizierter konstruierte, welche nicht in die Flüssig-keit einzutauchen brauchen.
Für viel gebrauchte, sich schon in der Kälte ent-wickelnde Gase verwendet man konstante Entwicklungs-apparate, von denen der Kippsche Apparat(Fig. 11) der gebräuchlichste ist. Derselbe bestehtaus drei Kugeln, deren mittlere das Gasabzugrohrbesitzt, während die obere Kugel in eine lange bisauf den Boden der unteren reichende Röhre aus-gezogen ist. Füllt man nun die mittlere Kugeldurch die seitliche Öffnung mit der gasentwickeln-den, festen Substanz (z. B. mit Stücken von Zink,Marmor, Schwefeleisen), schließt hierauf dieselbemit dem, die Gasableitungsröhre haltenden Stopfenund gießt durch die obere Kugel bei geöffnetemHahn, soviel der zur Gasentwicklung notwendigenFlüssigkeit ein, bis dieselbe zuerst die untere Kugelfüllend, dann durch den nur schmalenßaum zwischender unteren und mittleren Kugel in die letztere ein-tritt und die dort befindliche Substanz bedeckt, so findet Gasentwick-lung statt. Schließt man nun den Hahn an der Gasableitungsröhre,so drückt das in der mittleren Kugel sich entwickelnde Gas die dortvorhandene Flüssigkeit in die untere Kugel und von hier aus durchdie lange Röhre in die obere Kugel; sobald so alle Flüssigkeit ausder mittleren Kugel verdrängt ist, hört die Gasentwicklung auf undbeginnt erst wieder, wenn man den Halm an der mittleren Kugel öffnet.
VI. Destillationsapparate.
Die Destillation bezweckt die Trennung leichter flüchtigerFlüssigkeiten von beigemischten schwerer flüchtigen (siehe fraktionierteDestillation) oder die Feststellung des Siedepunktes einer Flüssigkeit,gewöhnlich aber die Trennung flüchtiger Substanzen von nichtflüch-tigen. Sie beruht auf der Verwandlung einer Flüssigkeit in Dampfdurch Erhitzung und Wiederverdichtung des entweichenden Dampfesdurch Abkühlen desselben.
Je nach dem Zwecke der Destillation gebraucht man verschiedeneApparate; alle bestehen aus dem Destillationsgefäßc, in welchemdie Flüssigkeit auf dem Sand-, Wasser-, Luftbad oder Drahtnetze er-hitzt und verdampft wird (Fig. 12A links) und aus der Vorlageoder dem Rezipienten, in welchem die kondensierten Dämpfe auf-gefangen werden (Fig. 12 A rechts).
Um die aus dem Destillationsgefäße entweichenden Dämpfe zuverdichten und in der Vorlage zu sammeln, genügt bei leichtflüchtigen
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