Zusammensetzung haben wie andere Stoffe, die keine Ionen sind, aberganz andere Eigenschaften besitzen, wie diese Stoffe (Isomerie); z. B.das Hydroxylion OH' und das Molekül Wasserstoffsuperoxyd 0 2 H 2 ,das Cyanion CN' und das Molekül Dicyan C 2 N 2 .
Ionen, deren Atome auf Wasser nicht einwirken, können, nachAbgabe der Elektrizität, da sie sich dann nicht mehr abstoßen, zufreien Molekülen zusammentreten; z. B. werden sich zwei negativeChlor-Ionen CT zu einem Molekül Chlor, zwei negative HydroxylionenOH' zu einem Molekül H 2 0 2 verbinden, ein positives Kupferion Cuwird in ein Molekül Kupfer übergehen usw.
Die Annahme der elektrischen Ladung der Ionen, trotz-dem sich in der wässerigen Lösung eines Elektrolyten niemals freieElektrizität nachweisen läßt, wird durch das Verhalten der Elektrolytegegen den elektrischen Strom erklärt und auch dadurch, daß sichbeim Lösen des Elektrolyten stets gleichzeitig gleichviele, entgegen-gesetzt elektrisch geladene Ionen bilden.
Die Ursache, daß entgegengesetzt elektrisch geladeneIonen in Lösungen ihre Elektrizität nicht ausgleichen, ist darin zusuchen, daß ihre Anzahl gegenüber den zwischen ihnen lagerndenWassermolekülen äußerst gering ist, so daß letztere als Isolierungs-mittel wirken und zwar um so mehr, je mehr die Wassermenge (oderdie Menge anderer dissoziierender Flüssigkeiten) die des Elektrolytenüberwiegt; in konzentrierten Lösungen ist daher die Möglichkeit, daßsich die elektrischen Ionen zu nicht leitenden, also nicht dissoziierendenVerbindungen vereinigen, viel größer, da sie hier nicht so weit von-einander getrennt sind.
Die Fähigkeit des Wassers, einen Stoff in seine Ionen zu zer-legen, heißt dissoziierende Kraft; außer Wasser haben diese Kraft nocheinige andere Flüssigkeiten, jedoch keine so stark; Ameisensäure hatnur etwa 6 / g , Methylalkohol 3 / 8 , Aceton und Alkohol etwa 3 / 8 derDissoziationskraft des Wassers.
Die Lösungen von Elektrolyten in Flüssigkeiten, die keine disso-ziierende Kraft haben, können den elektrischen Strom nicht leitenund zeigen in äquimolekularen Lösungen gleiches physik. Verhalten.
Die Ionentheorie gibt nach dem Vorerwähnten auch
eine einfache Definition für Säuren, Basen und Salze.
Ä«« W IhfcJ- Säuren sind Wasserstoff Verbindungen, welche bei der elektro-
^i^ij^«-^ lyrischen Dissoziation teilweise oder ganz in Kationen des Wasserstoffs
w/*~j/y>**U- um | Anionen der Nichtmetalle oder aus Anionen bestehende Atoni-
^■J'ffh / * t ij$) gruppen zerfallen; dieH-Kationen verursachen den allen Säuren gemein-
/ji 'tt't samen sauren Geschmack und deren saure Reaktion, d. h. ihre Eigen-
ktfiffaMfif schaft durch Basen gebläuten Lackmusfarbstoff wieder zu röten, durch
v^ifj^o^ Basen gerötete Phenolphtalei'nlösungen wieder zu entfärben, dun
reh
r
hW