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Erg.-Bd. (1884)
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1253
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Zincum oxydatum. Schiidcrlackfarbe.

1253

aufbewahrt. Diese Zinkätzstäbchen dienen ähnlichen Zwecken wie Höllenstein.Zinknitrat wird durch Lösung reinen Zinkoxyds in Salpetersäure dargestellt.

Zincum salicylicnm (Handb. II, S. 1286) wird bei Blennorhagien, Zungenkrebs,Augenfluss äusserlich und innerlich angewendet. Die Gaben sind denen vonZincum aceticum ähnlich. Es ist in 25 Th. kaltem Wasser, sehr leicht in Wein-geist löslich.

Zahnkitt, Zahnplombc von Rostaing de Rostagne. Eine durch Schmelzungvon 1 Th. neutralem Calciumphosphat, 2030 Th. Zinkoxyd und 15 Th.Ammoniumphosphat, welche zuvor innig gemischt sind, hergestellte glasigeMasse wird in verdünnter Phosphorsäure gelöst, mit Magnesia versetzt undeingedampft. Zur Anwendung soll es mit Wasser gemischt werden. Einen anderenKitt bereitet man durch Benetzen von 3000 Th. Zinkoxyd mit einer fil-trirten Lösung von 30 50 Th. Borsäure in verdünntem Weingeist,Austrocknen und Glühen (sogar Weissglühen!). Archiv der Ph. 1880, 1. HälfteS. 228.

Ein Pulver und eine Flüssigkeit zur Darstellung von Zahnkitt wurden vonStolba untersucht und fand er das Pulver aus Zinkoxyd, durch Glühen ausdem Nitrat dargestellt, und die Flüssigkeit aus Phosphorsäure bestehend.

Die FAIBTHOBNE'sche Zahnplombe ist eine vorzügliche und wird bereitetaus 200 Th. Zinkoxyd, 8 Th. Kieselsäure, 4 Th. Borax und 5 Th. Glaspulver,welche in eine höchstfeine Pulvermischung verwandelt sind. Dieses Pulver wirdzum Gebrauch mit concentrirter Zinkchloridlösung zu einer Pasta gemacht und dasPulver und die Flüssigkeit, jedes für sich in einem Fläschcben, abgegeben. DieZinkchloridlösung kann auch durch Phospborsäure ersetzt werden.

Meersclianni, künstlicher (Handb. I, S. 112) kann dargestellt werden aus6 6 Th. gebrannter Magnesia, 1 Th. Zink weiss und ammoniakalischerCaseinlösung. (Wagner). Wiener Meerschaum kann durch Kochungvon 100 Th. Natronwasserglas, GO Th. Magnesiasubcarbonat und80 Th. weissemBolus oder natürlichem Meerschaumpulver hergestellt werden(Holdmank).

Schilderlackfarbe, weisse, nicht gelbwerdende, wird auspraeeipitirt. Schwer-spath 40,0, reinem Zinkoxyd 130,0, Plumbum aceticum subt. pulv. 5,0,Leinölfirniss (durch Salpetersäure austrocknend gemacht) 120,0, Dammarlack20,0, Bals. Copaivae 20,0 hergestellt. Die drei ersten Stoffe werden mit dem3. Theile Leinölfirnisses in einer Reibschale oder auf einem Reibstein höchst feinpräparirt. Unter einer glycorinhaltigen Wasserschicht lässt sich die Farbe langeZeit aufbewahren. Zum Gebrauch setzt man nur wenig Terpentinöl oder Benzolhinzu. Ckacaü's Schilderlack ist ein ähnlicher.

Schilderlackfarbe, gelbe. Diese hat eine ähnliche Zusammensetzung, nur inStelle des Schwerspaths ist Chromgelb, 40,080,0, zuzusetzen.

Für die Schrift nimmt man gebrannten Kienruss mit Copallaok und Terpen-tinöl präparirt. Der Dammarlack ist auf das angegebene Quantum zu be-schränken, im anderen Falle wird der getrocknete Anstrich beim Befassen mitder Hand kleberig. Dieser Lack soll nur das Springen der Farbenlage verhindern.

iv

M.

(1) Steatiiuim Zinci benzontum

Bell.

Zinci oxydati 10,0

Adipis suilli benzo'i'nati 20,0

Schi ovilli benzo'i'nati 40,0.

H

(2) Ungnentum antiherpeticum

NlKTSCIIE.

Salzflussheilsalbe.

Florum Zinci 1,0Acidi oarbolioi 0,5Acoti plumbici