Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
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1170
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Thymus. Thymoluin.

zeugt mit Phenol eine Blaufärbung, mit Thymol eine grüne, später in Blangrun,nach 45 Tagen in Roth übergehende Färbung. Sie tritt bei einer Verdünnungvon 1:3000 noch ein. Millon's Reagens färbt rothviolett, welche Färbungauch nicht in der Siedehitze schwindet. (Rep. d. analyt. Ch. 1882, S. 42.)

Wird die Lösung des Thymols in der 4-fachen Menge conc. Schwefel-säure in ein 10-faches Vol. Wasser eingegossen, setzt man dann eine über-schüssige Menge Bleiweiss hinzu, digerirt eine halbe Stunde, so färbt sich dasFiltrat auf Zusatz von wenig Ferriehlorid violcttblau.

gleicht in seinem Verhalten als Arzneikörper de

eme

inseine

Anwendung. ThymolPhenol (Carbolsäure), doch ist seine Wirkung keine kräftigere, sondernetwas schwächere und man ist daher im Allgemeinen von der Anwendung aeThymoles zurückgetreten. Einige Aerzte halten sogar die antiseptische un^desinfective Wirkung des Thymols für unerheblich, insofern sie damit keine vowiegenden Heil-Erfolge zu erzielen vermochten. Der weit angenehmereruch und Geschmack, dann die geringere Giftigkeit, waren Grund, dem *Wden Vorzug vor dem Phenol zu geben und sollte man es auch in allen den r aheranziehen, in welchen die Carbolsäure nicht vertragen wird. Uebrigens wenman es nicht in denselben Gaben wie die Carbolsäure an, sondern mansuchte es sogar meist in weit schwächerer Gabe. fl n j

Thymol verbindet sich wie Phenol mit dem Zellgewebe der thierischen &und macht es gegen Fäulniss sicher, es ist also ein Antisepticum. Man ges in ähnlichen Fällen wie die Carbolsäure innerlich zu 0,05 0,075'7 \zwei- bis dreistündlich, so dass die Tagesgabe 0,51,0 ausfüllt. Die Ma* linEinzelgabe ist 0,1, die Maximal-Tagesgabe 0,5. Man gab es in Emulsion, ßlöst in Glycerin und Tincturen oder mit der dreifachen Menge Wachs z nmengeschmolzen und mit organischem Pulver gemischt in Pillenform bei abnoifermentativen Verdauungsvorgängen, Magener Weiterung, Diphtheritis, ^ eim °" fflUSetc., in zwei- und dreimal stärkerer Gabe als Fiebermittel, bei Gelenkrheumatis ^ohne dass es sich besonders zu bewähren schien. Aeusserlich wendet man es aiVerbandmittel unter Zusatz von etwas Weingeist in 50100200 Tb. ^ a eggelöst, wo es antiseptisch wirkend die Vernarbung befördert. FüLLBB empfle .^besonders (in 1000 Th. Wasser gelöst) zum Waschen bei Verbrennungen, . od teU ).100 Th. Leinöl gelöst zum Bepinseln der Brandwunden (alle 1015 ^" lU pi n -Es erweist sich schmerzlindernd, so dass die Patienten die Waschung oder ^seiung damit immer wieder fordern. Bei der Behandlung bildete sich aUS ^ e i ;Hautresten, dem Secrete und dem Thymol-Oele ein Ueberzug, welcher er8 ;L* ne nnachdem darunter die Heilung beendet war. Die Heilungsdauer betrug 3 *(Wien. med. Wochenschr. 1880, Nr. 6. Med. Neuigk. 1880, S. 72)._ ^^

Das Thymol dient vorzugsweise, wenn man nicht nöthig hat, auf die g <jeMehrkosten Rücksicht zu nehmen, bei Lister'b antiseptischem Ver gg

Hau«

Th. Wasser,ud stumpft dieörtlicher Anwenda^

im Verhältnisse von 1 Theil zu 20 Th. Glycerin und 100Mischung greift die chirurgischen Instrumente nicht an unddes Operateurs nicht ab. Sie ist besonders geeignet zu um»»»^hat keinen so unangenehmen Geruch wie Carbolsäure, ist dabei wirk9aD T j 1 y I oolkann in kleineren Mengen angewandt werden. Hauptsache ist, dass das J ^auch ein echtes ist. Es dürfen daher die Identitätsreactionen von »eiPharmaceuten nie unterlassen werden, w ; e

Thymol mit Kampher gemischt verflüssigen sich in ähnlicher w dggeine Mischung des Chloralhydrats mit Kampher. Die saure Verbind 6 . gt

Verbindung

Berber ins mit dem Thymol (Acidum thymicum) durch Mischungeine honigdicke Flüssigkeit, die neutrale Verbindung ist krystallisationsi