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Olea empyreumatica. Chinolin. Ol. animale foet.
Weidel und Ciamician fanden, dass Pyridinbasen aus den Fetten bei höhererTemperatur nur dann entstehen können, wenn zugleich Ammon gegenwärtig is»
Durch Destillation von 1 Th. Cinchonin mit 3 Th. Kali gewinnt man ba«j"sehe Oele, aus welchen Chinolin und Chin olein abgeschieden werden. NacW. Oechsnek und L. Koninck entstehen zugleich mehrere Pyridinbasen, welch 6mit den Basen im Steinkohlentheer und Diri>i<ir,'schen Oele isomer sind. *wurden daraus ein neues Lutidin, Collidin und Parvolin abgeschieden.Dieses Lutidin, C 7 H 9 N, ist farblos, lichtbrechend, leicht beweglich, von eigen*thümlichem Gerüche und brennendem Geschmack, hygroskopisch, fast unlöslicjjin Wasser, von 0,9593 spec. Gew. bei 0°, siedet bei 165° (Lutidin aus Knochen» 1bei 155,5° und von 0,947 spec. Gew. bei 0«). Das Chlorhydrat, C 7 H 9 NHCI, bildetweisse zerfliessliche Krystallblätter. Das Chloroaurat ist ein gelbes krystallm 1 "sches Pulver. — Das neue Collidin, C 8 H lt N, siedet bei 195°. Spec. 6 e *:0,9656 bei 0» (Collidin aus Knochenöl siedet bei 180». Spec. Gew. 0,944 bei00). Parvolin siedet bei 220» (das aus Knochenöl bei 188°). Compt. reua.91 S. 296. Chem. Centralbl. 1880, S. 679.
Chinolinum, Chinolin, C 6 H 7 N, ist eine farblose, nach bitteren Mandeln^ 1chende, brennend und bitter schmeckende Flüssigkeit von 1,079—1,080 spec- W 'Siedepunkt 238° C. Es ist schwerlöslich in kaltem Wasser, leichlöslich in Weigeist. Chinolin ist eine tertiäre Aminbase. Das Salicylat und Tartrat hatechnische und medicinische Anwendung gefunden und zwar als kräftige *sepetica und Antipyretica, in letzterer Beziehung mit Chinin rivalisirend. _
Die spec. Gew. der Harzöle wurden zu 0,879—0,880—0,884, dieParaffinöle zu 0,909—0,910—0,914 gefunden.
Olcnm animale foetidura (Handb. II, S. 568) hat W. Kikchmann (Garding) ei»^Untersuchung unterworfen und gefunden, dass dasjenige des Handels von den & ,stoffbasen völlig frei, es somit seiner wirksamen Bestandteile beraubt ist»daher als obsolet in der Pbarmacopoea Germanica gestrichen werden sollte.^Grund dieses werthlosen Zustandes soll die heutige Darstellungsweise sel "' rc j,nämlich als Nebenproduct bei der Knochenmehlfabrikation zu gewinnen,Schwefelsäure die Basen daraus zu entziehen und für die Düngung zu verwe ^(pharm. Ztg. 1879, Nr. 6). Dieser Angabe widerspricht Dr. LOBENTZ 1}**^bürg). Es bestehe heute der Unterschied in der Darstellung oder Gewides Oleum animale foetidum darin, dass man die Dämpfe aus der Kn _^destillation unter Zuflieesenlassen von Wasser verdichte, um das Ammonibonat zu sammeln, und dass auf diesem Wege auch die Pyridinbasen m g äur emoniumcarbonatfliissigkeit grössten Theils übergehen, ein Behandeln nnalso nicht stattfinde (pharm. Ztg. 1879, Nr. 8). , J egS en
In dem nicht basischen Theile des Knochenöls findet sich Pyrrol nn lA! jHomologen, das Homopyrrol und Dimethylpyrrol. Ein drittes fanden CIA ^und Dbnnstbdt auf, welche es Trimethylpyrrol benannten. ks *! WJir z-farblose, ölartige, in Wasser wenig lösliche, am Lichte und an der Lu" SC j 3 gg).braun werdende Flüssigkeit. (Bericht d. Deutschen chem. Ges. XIV, S. ^
Olcnm Bctnlae empyroiimaticnm (Handb. I, S. 601) soll in Nord-Amenl< ahäufige Anwendung finden besonders als vr eun> a '
Tinctura Rnsei, eine filtrirte Lösung von 1 Th. Oleum Rusci empJ' to rtieum in 4 Th. Weingeist. Die gebräuchlichere Vorschrift zu einerist im Handb. I, S. 602 angegeben.
Ungnentnm Rusci ist eine in der Wärme bewirkte Mischung von 1 Tb-Rusci empyreumaticum mit 3 Th. Paraffin.