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Erg.-Bd. (1884)
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796
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Olea aetherea.

man gleiche Vol. des Oeles und Mohnöl mischt, indem die Mischung bei Gegen-wart von Terpenthinöl klar, bei reinem ätherischen Oele aber trübe ausfalle.Nur bei Thymianöl und Rosmarieöl soll dieses Verhalten nicht eintreten. DieseProbe ist ohne jede Sicherheit, weil die meisten echten Oele mit Mohnöl klareMischungen geben. Eher verdient Callet's Erfahrung Beachtung, nach welchegenossenes Terpenthinöl dem Harne Veilchengoruch mitthcilt. Man soll 6 'Tropfen des Oeles (mit Weingeist diluirt) verschlucken und den nach 12 1Stunden gelassenen Harn auf seinen Geruch prüfen. Hacke empfahl vor men-ren Jahren zum Nachweise des Terpentinöles das ätherische Oel mit einem gleichenVolumen 80-proc. Weingeist (0,865 spec. Gew.) zu mischen, woraus eine truöFlüssigkeit resultirt. Bei den Oelen, welche auf Jod nicht oder nur schwachreagiren, kann Terpenthinöl durch sein Verhalten gegen Jod erkannt werden.Endlich ist hier auch die HoPPE'sche Probe von Werth. Mit dieser Probe l» s 'sen sauerstoffhaltige Oele von Kohlenwasserstoffölcn unterscheiden. Letztere rni^Nitroprussidkupfer gekocht geben einen grünen oder blaugrünen Niedersoli öohne sich zu färben, erstere aber unter denselben Umständen einen schwarz« 1 >braunen oder grauen Niederschlag und färben sich dabei dunkolgelb oder g 11 'braun. Diese Reaction wird auch mehr oder weniger verhindert, wennsauerstoffhaltigen Oele mit kohlenwasserstoiflialtigon (z. B. Terpenthinöl)fälscht sind. (Handb. II, S. 566.)

Die Prüfung und Untersuchung der ätherischen Oele auf polaritrischem Wege bietet wegen der Unbeständigkeit dos Elementarbestandes <litOele und wegen der verschiedenen Zusammensetzung derselben aus links-rechtsdrehenden Körpern nur in einigen wenigen Fällen Sicherheit.

Ausführliches liefert der Jahresbericht über d. Fortschritte der Pharm»WRnosie etc. 1879, 14. Jahrg. 1880, S. 150 u. f. Diese vortreffliche Arbeit nCharles Symes zum Verf. Auf S. 157 sind auch Resultate aus ähnlichen üntBuchungen Skalweit's angegeben.

Verdorbenes Oel. Ist ein ätherisches Oel stark gefärbt, wenig ( ' ,flüssig, beim Zerreiben eines Tropfens auf der Hand viscos und klebrighinterlassen einige Tropfen im Theelöffel abgedampft eine viscose, terpenthin»oder harzähnliche Masse, so ist das Oel während der Lagerung schlecht , egvirt, Licht und Sauerstoff der Luft haben mächtig darauf eingewirkt. Ein soverdorbenes, dem Charakter einer guten Waare nicht entsprechendes äthen.Oel ist schlecht und verwerflich. Geschmack und Geruch sind dadurch betheiligt. j a g

Ein trübes Oel enthält meist Wasser. Zum Nachweise mischt . m . are0Oel mit Benzol oder Schwefelkohlenstoff, welche die Feuchtigkeit in S1 |;" lciul0 -Tröpfchen abscheiden, oder man setzt ein sehr kleines Quantum trocknes ^ 0

chlorid hinzu,, welches die Feuchtigkeit aufnimmt, zerrliesst und sich alsam Grunde ansammelt.

Extraits parfnmfo sind ätherische Oele und Riechstoffe, durch absoluten ^ yl .

geist aus Pflanzentheilen ausgezogen. Statt des Weingeistes wird auch M e

chlorid angewendet (Vincent). t

beitfl*

Literatur. Die Fabrikation der ätherischen Oel- und Riechstoffe. ^ ~ I1JflE ji).

Bear

von Dr. Stanislaus Mieezincki (Berlin 1872, Verlag von JULIUS SPBI*

Tli

Prüfung mit bromirtem Chloroform, einer Lösung von 1in 20 Th. Chloroform nach Dragbndomt. Das Nähere findet man ^resbericht über die Fortschritte der Pharmaoognosie, Pharmacie etc. 1 ' ' a i^hnng 8 'ß. 435 u. f. (1877). Aus dem Berichte über die verschiedenen Uut«' 1 *

Jab-

1876»