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Erg.-Bd. (1884)
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Natrum. Nati'um caust. Natrum aethylicum.

Die Natriumbisulfitlösung wird filtrirt und mit Kalkmilch versetzt, woraus Na-triumhydroxyd und Calciumsulfit resultiren sollen.

Prüfung. In den flüssigen und selbst auch in den trocknen Aetzalkalienkonnte Hager stets Spuren Ammon wahrnehmen. Da die Alkalien begierigKohlensäure aus der atmosphärischen Luft aufnehmen, diese Kohlensäure zumgrösseren Theile an Ammonium gebunden ist, so ist auch der Ammongehaltder Aetzalkalien erklärlich. Zum Nachweise grösserer Spuren Ammon in den Al-kalilaugen wäre die Anwendung einer Salzsäure von 1,042 spec. Gewicht odereines Gemisches der officinellen 25-proc. Salzsäure mit einem doppelten VolumenWasser nothwendig. Eine stärkere Salzsäure würde auch die unvermeidlichenAmmonspuren erkennen lassen.

Ed. Donath fand das käufliche Aetznatron Van ad in-haltig, welche Ver-unreinigung auch schon 1865 von Rammelsberg in einigen Sodarohlaugen naeü-gewiesen wurde. Zum Nachweise des Vanadins übersättigt man die Lauge rmSchwefelwasserstoff. Eine daraus resultirende kirschrothe Färbung zeigt Schwere -vanadin an.

Als ein scharfes Reagens auf Aetzalkalien schlägt Bachmayer Tanninvor, dessen Lösung zuerst dunkelrothbraun dann schmutziggrün gefärbt wird.

Liquor Natri canstici (Handb. II, S. 508). Zur Darstellung ex tempore löstman 40 Th. des Natrum causticum fusum (in baeillis) in 86,4 Th. »' *

Die Lösung

hat

ser oder 50 Th. dieses Aetznatrons in 108 Th. Wasser,ein spec. Gewicht von 1,333.

Liquor Natri canstici crudus, die Sodtlatg« der Wäscherinnen ist ein Maten»zu häufigen Vergiftungen, denn die Polizei in Deutschland hat es noch niefür nöthig gehalten, die Abgabe dieses Giftes in Töpfchen, Tassenköpfehcn uTrinkgläsern zu verbieten. Apotheker Kallbrunner machte in der RundscWden sehr trefflichen Vorschlag, dass die Aetzlaugen mit Lackmus schwachgirt nur an die Wäscherinnen verkauft werden sollten, weil diese tärbu r>eine Verwechselung mit Getränken nicht zulasse und Lackmus dem ZweckeVerwendung der Lauge nicht entgegenstehe. Möchte doch das Gcsundhcitsvon diesem sehr praktischen Rathe Notiz nehmen und so und soviel Menscvor Gesundheitsschädigung, ja selbst vor zu frühzeitigem Tode bewahren.

i Natrum aethylienm, Natrum acthylatum, Natrium-Äcthylat, Natriumalkoltola(C 2 H 5 NaO-f3C 2 H 6 0=206, eingetrocknet C 2 lL,NaO = 68).

Darstellung. In einen Glaskolben giebt man 100g absoluten ^. e ^^ CI1 .und dazu nach und nach circa 12 Th. Natriummetall in erbsen- bis bo ,grossen Stücken. Das Natrium löst sich unter Wasserstoffentwickelungstarker Erhitzung auf. Wenn man 2 3 Natriumstückchen eingetragenverschliesst man den Kolben mit einem Kork, in welchen ein 2030cm a ^offenes Glasrohr eingesetzt ist, um die sich entwickelnden Weingeistda p^zu verdichten und zurückfliessen zu lassen. Gegen das Ende des Eintragens ^^Natriumstücke ist ein wiederholtes Agitiren nothwendig. Wenn die R_ ea ^.^nicht mehr eine lebendige ist, giesst man die heisse dickflüssige ^ ass t A r 1 ° n g e istporcellanene Schale, das im Kolben Anhängende mit wenig absolutem vvei g ^nachspülend, und erhitzt, nachdem man das etwa letzte, nicht £ eli,Ht ° J;,f n e ; n e

in

o bat

dicht geschlossenen Gläsern aufbewahrt. Da die kochende Masse spritzman sich zu hüten, mit den Augen zu nahe zu kommen. . n

Eigenschaften. Das auf diese Weise dargestellte Aethylat ist ein Gern'

stück beseitigt hat, bis eine herausgenommene und dann erkaltete Pro»starre Masse darstellt. Nach dem Erkalten wird die Masse zerrieben u