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Erg.-Bd. (1884)
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Lithium citricum. Lithium jodatum.

Lösung mit 9095-proc. Weingeist zu empfehlen. Das gefällte Salz scheidetsich gut ab, wird im mit Glaswolle geschlossenen Trichter gesammelt und dannin sehwach lauer Wärme abgetrocknet. Auf diese Weise erhält man aus derschwaeh sauren Lösung das neutrale Salz mit 2 Mol. oder 14,63 Proc. Krystallwasser,indem die überschüssige Citronensäure vom Weingeist gelöst wird. Im Uebrigenlösen 100 CC des Weingeistes circa 0,6 g Lithiumeitrat. Die aus 100 Th. Citro-nensäure, 54,5 Th. Lithiumcarbonat und 500 Th. Wasser bestehende Lösungwird filtrirt, bis auf !/ 3 Vol. oder bis zur dünnen Syrupdicke eingedampft undmit 850 Th. Weingeist von 90 Proc. vermischt, einen halben Tag bei Seite ge-stellt etc. (Hager).

Eigenschaften. Das Lithiumeitrat bildet ein an der Luft beständiges kry-stallinisches weisses voluminöses oder leichtes Pulver von salzig bitterlichem Ge-schmack, löslich in 5 l / 2 Th. (und nicht 25 Th., wie Dorvault angiebt) Wasser,unlöslich in Weingeist und Aether. Nach Dorvault's Angaben (fOfficine, 1880,S. 1363) schiesst es in prismatischen Krystallen mit 2 Molekülen Wasser ausseinen Lösungen an und es erhält daher die Formel 3LiO, C 12 H"'O u +4HO oderC 6 H 5 0,Li 3 , 2H 2 0 (= 246). Bei 100° C. getrocknet soll es 1 Mol. Wasser zu-rückbehalten, bei 115° C. wasserfrei werden.

Zur Prüfung auf Reinheit des Salzes wird eine gewogene Menge bei circa120° C. ausgetrocknet, um den Wassergehalt zu bestimmen. Derselbe soll denzehnten Theil des Citrats nicht überschreiten. Dann wird 1 g des ausgetrocknetenSalzes in einem Porcellantiegel mit 22,5g conc. Schwefelsäure übergössen undmassig erhitzt. Nach vollständiger Verkohlung wird die Masse in Asche ver-wandelt. Das Gewicht derselben (Lithiumsulfat) darf 0,79 g nicht überschreiten.Die Gewichtsmenge des Lithiumsulfats mit 1,273 multiplicirt ergiebt die ent-sprechende Gewichtsmenge des wasserleeren, mit 1,491 multiplicirt die Gewichts-menge des krystallisirten ( + 2H 2 0) Lithiumeitrats. In Dorvault's L'Officine isdie betreffende Angabe eine irrthttmliche, es soll nämlich 1 g krystallisirtes Lithium-eitrat 0,223 g (statt 0,67 g) Sulfat ausgeben. Dieser Irrthum findet sich auchim angegebenen Canad. pharm. Journ. und ist in den Jahresbericht f. Pharm, et"-XII, S. 270 übergegangen.

Lithium citricum effervescens wird in ähnlicher Weise wie Lithium carbonic uffleffervesceus dargestellt, nur werden in Stelle des Lithiumcarbonats 15g Lithiumcitrat gesetzt.

Lithium jodatum.

das

f Lithium jodatum, Lithiumjodid, Jodlithiiim (LiJ134) wird wieLithiumbromid aus 127 Th. Jod, 33 Th. Eisenfeile, 38 Th. I'itbiunicarbonat und 300 Th. destill. Wasser bereitet. Ausbeute 134 Th. Es >darauf zu sehen, dass das Filtrat schwach alkalisch sei. j 0

Es ist das Lithiumjodid, durch Eintrocknen der Lösung dargestellt, eweisses krystallinisches, in Wasser und Weingeist leicht lösliches Pulver.

Um es auf Verunreinigungen in erheblichem Maasse zu prüfen, trockneteine Portion bei circa 120° C. aus, löst davon lg in 10 CC. Wasser und v^setzt die Lösung mit einer Lösung aus 1,27 g Silbernitrat. Die vom_ N '°gschlage abfiltrirte Flüssigkeit darf auf Zusatz von Silberlösung keine iri ^oder Fällung ergeben, im anderen Falle wird eine Verunreinigung mit ° . ;toder Bromid vorliegen. Der Niederschlag wird mit 10 CC. Aetzammonflüssig