Hydrargyrum bichloratum. Hausschwamm.
541
CTrichloriä, welche ätzend wirken. Nach dem Nehmen von Kaliumjodid lässt sichBchon innerhalb 10 Minuten Jod in dem Augenschleime nachweisen (SOHLAEFKE,Arohiv für Ophthalmologie 25).
Gefässe zu Quecksilberfumigationen sind gusseiserne, innen glasirteSchalen, auf deren Boden der Kalomel mittelst eines Theesiebes aufgestreut wird.
Chemische Photometcrmischung. Dieselbe besteht nach J. M. Eder aus 2 Vol.einer Lösung von 40 g Ammoniumoxalat in 1 Liter Wasser und 1 Vol. einerl^ösung von 50g Mercurichlorid in 1 Liter Wasser. Auf diese Lösung wirktJ 18 Sonnenlicht (hauptsächlich die ultravioletten Strahlen) unter Ausscheidung von™ercurochlorid. Wärme unterstützt die Ausscheidung, jedoch vermag sie allein•eselbe kaum zu veranlassen. Im Uebrigen vergl. Polyt. Notizbl. Nr. 22, ph.^entralh. 1879, S. 4G2.
„. Ean des perles, ein Pariser Cosmeticum, bestand aus 1 Th. Kalomel, 1 Th.
^»nkweiss und 11 Th. Brunnenwasser (38 g 0,50 Mark). (Wittstein, Analyt.)
. KEYSER'sche Pillen, erst später hat man den Namen in Kaiserpillen umgesetzt
^>anclb. Bd. I, S. 238, Bd. II, S. 68), waren schon vor 100 Jnhren im Gebrauch und
^hielten damals stets Kalomel. Da man diesen Pillen nachrühmte, das Blut und den
°rpcr von unreinen Säften zu befreien, welcher Aberglaube auch noch heut sein
do^h behauptet, so mögen sie viel Unglück angerichtet haben, wenn man das Ver-
i'Densein des Gebisses nämlich als Unglück ansehen darf. Vergl. oben S. 540.
aus 1 ? EDLINGER ' sc ' i e Pillen (Handb. II, S. 120) wurden zusammengesetzt befundeno;„ v? Aloe, 5,0 Resina Jalapae, 5,0 Saponis jalapin. und 2,5 Calomel. Gewichtein er Pin e 0 ,i 2 5.
^ Schönheitswasser, Eau de bautöe, bestand aus 1 Th. Kalomel und 32 Th.asser. Ein aus Petersburg stammendes Präparat bestand aus 1 Th. Kalomel und
l "- Rosenwassor (250g 3,50 Mark). (Wittstein, Analyt.)
Ge "f^phenapotheke von Dr. Beau in Dresden, früher in Langenberg bei Gera.0« fn Einsendung von 3 Mark erhält man als Taschenapotheke in einer Papierkapselfem ai Klauwo ' S8üs Pulver, ein Gemisch aus ca. 10g weisser Magnesia, 0,5g gebrann-Mvr h . n ' 0>05g Mercurichlorid, besprengt und verrieben mit etwas Benzoe- undHee-t' . ntuictm " und einer homöopathischen Hpur Opiumtinctur. Neben diesem Pulverhanrt T^a ^ locü ürchen mit 12 Pagina in Sedezform, von den geheimen Krankheitenan ,i Am Schluss desselben wird gesagt, das« sich der Patient auch brieflich
i)(]p r> guton Doctor wenden könne und er wird sofort gegen Einsendung von 3 Mk.Mal oa * n!U! hnalmie die Heilmittel auf 2 —3 Wochen oder auf Wunsch für mehrerek auf längere Zeit, nebst Gebrauchsanweisung erhalten (1878). Hacek.
Hydrargyrum bichloratum corrosivnm (Handb. TI, S. 120). Ein Mercurochlorid^Itendes Mercurichlorid wurde im Handel angetroffen (Schlesinger). Ferner^ der Sublimat nicht selten mit Arsenik verunreinigt, wahrscheinlich in FolgeAnwendung einer arsenhaltigen Schwefelsäure bei der Darstellung (Granvilee).alomelgehalt ergiebt sieh beim Auflösen und den Arsenik in dem Wasser, inWelchem man den Sublimat gelöst durch Aetzammon fällt,
Aetzsublimat als Mittel gegen den Hansschwamm. Ob Aetzsublimat vor demScheinen des MüLLER'schen Mykothanatons (Handb. II, S. 131) im HandelZu i^Vertilgung des Haussohwammes empfohlen worden ist, ist mir (dem Verf.)ni cht bekannt. Genug, es wurde selbst von Apothekern dazu vorwendet, auch^eiss ich nicht, ob die Gesundheitspolizei gegen dieses schreckliches Unheil brü-tende Mittel irgendwo einschritt.
Ein Apotheker Z., seinen Namen will er nicht genannt wissen, wendete sichan mich und ersuchte mich um Rath über seinen Gesundheitszustand. Er sei"nmer ein gesunder Mensch gewesen, habe nie au galanten Krankheiten gelitten,d °eh seit ein Paar Jahren befinde er sich in einem Zustande, in einem Unwohl-