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Erg.-Bd. (1884)
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373
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Coto. Paracotoin.

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in kaltem Weingeist und gar nicht in kaltem Wasser und in Alkalien. Es istgeschmacklos, neutral und bewirkt in chloroformiger Lösung keine Ablenkungder Ebene des polarisirten Lichtes. Durch concentrirte Schwefelsäure wird es inder Kälte mit dunkelgelber, beim Erwärmen mit dunkelsafrangelber Farbe auf-genommen. Concentrirte Salpetersäure löst es beim Erwärmen mit blaugrünerJ-arbe; gleichzeitig entsteht ein bläulichschwarzes Harz, das in Weingeist mitblaugrüner Farbe löslich ist; die Farbe der Lösung verwandelt sich aber baldin Rothbraun. Mit Aetzkali geschmolzen giebt das Oxyleucotin eine eisengriinende,kl 'ystalüsirbare, von der Protocatechusäure verschiedene Säure.

Leucotin (0 2 iH 20 O c ) kommt in der Paracotorinde sehr reichlich vor. Es istm Weingeist, Benzin und Aether leicht löslich und bildet sehr zarte, leichte,Geisse Prismen, welche bei 97° schmelzen. In chloroformiger Lösung zeigt esWenfalls kein Drehungsvermögen. Bezüglich seines Verhaltens zur Schwefelsäure80 wie auch zur Salpetersäure gleicht es dem Oxyleucotin.

Hydrocotoin (C 2 2H 20 O 0 ) bleibt in der weingeistigen Mutterlauge gelöst,

Reiche bei der Gewinnung des Krystallgemisches von Paracotoin, Oxyleucotin und

Nicotin resultirt. Beim Verdunsten hinterlässt diese Lösung ein braunes Harz,

welchem durch stark verdünnte Kalilauge Hydrocoto'in entzogen werden kann.

urch Zusatz überschüssiger Salzsäure erhält man aus dieser alkalischen Lösung

nen flockigen röthlichgelben Niederschlag, welcher in heissem Weingeist löslich

W ,q Un ^ ^ m Erkalten der Flüssigkeit glänzende blassgelbe Prismen ausscheidet.

ydrocotom ist neutral, geschmacklos, schmilzt bei 98° und erstarrt beim Er-

a ten krystallinisch. In chloroformiger Lösung zeigt es ebenfalls keine Ablen-

Un g des polarisirten Lichtstrahles. In Alkalien ist es mit gelber Farbe löslich

nd wird aug d j esen Lg sun g en selbst durch Kohlensäure gefällt. Conc. Schwe-

saure löst es gelb, Salpetersäure beim Erwärmen purpurroth. Mit Braunstein

schwefelsaure erhitzt entwickelt es einen an Hyacintb.cn erinnernden Geruch.

Aufbewahrung. Cotoin wie Paracotoin sind als starkwirkende Stoffevn US « unc * ^ aüer gesondert aufzubewahren. Da diese Stoffe bei Einwirkungli i , nnen licht eine Veränderung wahrnehmen lassen, so sind sie vor Tages-llCüt zu schützen.

St (V k un 9 lmtl Anwendung des Cotoüns und Paracotoins. Mit diesen beiden(V °\ hat Dr " BuilKAKT befriedigende Erfolge erzielt. Das Cotoin wurde^\ p h. Ztg. Nr. 101, 1879 angiebt) theils in Pulverform (0,05 pro dosi,^stündlich), theils in wässeriger Lösung (0,10,5 : 120) mit Hinzufügung eines

>t»gen Geschmackscorrigens gegeben. Es wurde überall eine hervorragend

lästigen Nebenwirkungen

beliebi

anfadiarrhoische Wirkung und das Nichteintreten der

den Magen constatirt. In wie weit es zur Heilung von Cholera verwandt

ta T kann, muss noch weiter ermittelt werden. Jedenfalls müsste die subeu-

fiil ° ^ nwena ung, vermöge seiner Löslichkeit im Wasser, rasch zum Ziele

do " 9 ^ araoot oin wurde bisher in Pulverform und zwar 0,1 0,2 pro2 2 S ' 3 8t «ndlich verordnet. Von 24 Fällen mit acutem Darmcatarrh, wurden2 Paii ^ 6m *** Dosen Paracotoin genommen waren, vollkommen geheilt, inäer ^ Wieb der Erfolg aus. Von 3 Fällen Cholera nostras wurden 2 geheilt,

r dritte Fall war für die Beurtheilung der Wirkung des Paracotoins von unter-s oi'diiotcr Bedeutung. Der einzige Uebelstand bei der Anwendung des Paraco-

ln s, namentlich für die subcutane Application, ist, wie Prof. Baetz hervorhebt,^ e schwere Löslichkeit des Präparates in passenden Flüssigkeiten. Glycerin und

^asser zu gleichen Theilen schien ihm noch am brauchbarsten als Menstruum zuIn der Voraussetzung, in der Paracotoinsäure eine lösliche Form des

sein.