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Erg.-Bd. (1884)
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Berberis. Bisrauthum.

warmen Wassers übergössen und dann unter Umrühren mit so viel Phospliorsäuroversetzt, bis Lösung und auch eine neutrale Flüssigkeit erfolgt. Bei Anwendungeiner Phosphorsäure von 1,120 spec. Gew. reichen fast gleiche Theile aus oderauf 105 Berberin 100 Phosphorsäure. Die heiss gemachte und heisa filtrirteFlüssigkeit wird durch langsames Abdampfen zur Trockne gebracht. Das Ber-berinphosphat bildet ein kanariengelbes, in Wasser leicht, in heissem Weingeistschwerer, in kaltem Weingeist schwer lösliches Pulver. Wenn man eine con-centrirte Lösung des Salzes in kalten starken Weingeist tröpfelt, so scheidet esals gelbes Pulver aus.

Das Berberinphospat ist in wässriger Lösung als entzündungswidriges To-picum angewendet worden.

Bismuthum.

Einige noch wenig in Erwägung gekommene Verunreinigungen des Wismuthssind Tellur und Selen. Sie sind keine so seltenen, insofern Wismuth (besondersim Banat, in Brasilien und Mexiko) aus seien- und tellurhaltigen Erzen abgeschiedenwird. Das aus einem solchen Wismuth dargestellte Subnitrat giebt sein Telluran das Blut ab und der Erfolg ist ein stinkender knoblauchähnlicher Athem.Zum Nachweise übersättigt man die salpetersaure Lösung des Wismuths oder dasWismuthsubnitrat mit Kalilauge, filtrirt, versetzt das Filtrat mit etwas Schwefel-ammonium, filtrirt wenn nöthig wieder nach einiger Zeit, übersättigt das Filtratmit Essigsäure und dann mit SdneefelwaBSerBtoff. Bei Gegenwart von Tellurfällt braunes Tellursulfid nieder. Wäre Tellur nicht gegenwärtig, aber Arsen,so würde gelbes Schwefelarsen ausscheiden. Das Selen geht höchstens in ent-fernten Spuren in das Subnitrat über und bleibt hier ohne Nachtheil.

Bismuthum depuratnm. Zur Reinigung des Metalls hat H. Tamm folgendesVerfahren angegeben: 200 Th. Wismuth werden bei gelinder Hitze geschmolzenund demselben eine trockne innige Mischung von 10 Th. Kaliumcyanid, 3 Th.Schwefel (in Stelle des Kaliumrhodanids) nach und nach zugesetzt. Dann er-hält man das Metall eine Viertelstunde hindurch in Rothgluth. Der Regulus er-giebt einen Verlust von 612 Proc. je nach der Reinheit des in Arbeit ge-nommenen Metalls. Bei Anwendung eines total reinen Kaliumcyanids genügenauch 89 Th. statt 10 Th.

Einen ziemlich reinen Regulus erhält man, wenn man 100 Th. Wismuthin ein mittelfeines Pulver verwandelt, dieses mit 5 Th. Kalisalpeter, 2 Th.Natronsalpeter und 2 Th. trocknem Aetznatron mischt, das Gemisch in einemHessischen Tiegel unter zeitweiligem Umrühren schmelzt und eine halbe Stundeim geschmolzenen Zustande erhält.

Da die Darstellung eines chemisch reinen Wismuthregulus umständlich undsehr schwierig ist, so hat Hageb eine Vorschrift zur Darstellung eines reinenHydroxyds gegeben. Vergl. weiter unten.

Chemie und Analyse. Ein Reagens auf Wismuth ist das ScHNEiDEB'scheReagens, eine Lösung von 3 Th. Weinsäure und 1 Th. Stannochlorid (Zinn-chlorür) in der genügenden Menge Aetzkalilauge. Die damit versetzte neutraleoder alkalische Lösung des Wismuths wird mit dem Reagens versetzt und einig 6Zeit auf 7080° C. erwärmt. Es erfolgt ein schwarzbrauner Niederschlag»selbst bei einer Verdünnung von 1 Metall auf 200000 Flüssigkeit. Oder m*»versetzt die zu prüfende Lösung mit einer hinreichenden Menge Weinsäure»