Aeidum aceticuin. — Acidum benzoYeiim.
(3) Gargarisma aceticum
Macüenzie.
P/ Acidi acetici düuti 20.0GHycerinae 10,0tillata
M. D. S. Zum Gurgeln (gegen Anginabei acuten Exanthemen).
(2) Acetum flornm omnium.
Vinaigre de millcfleurs.
Rr Aquae Coloniensis optiraae
Aceti cosmetici ana 1000,0
Acidi acetici diluti (1,010 pd. sp.)
Aquae Rosae ana 500,0
Tincturae Moschi 1,0.Misce, sepone per hebdomadem unam,tum ultra.
Arcana. Gichtwasser, J. Funk's, von einem gewissen Metzger in Mainz ver-sendet, wird mit einem wollenen Lappen auf der leidenden Stelle des Körpers sokräftig verrieben, bis sich die Haut röthet und der Lappen dampft. 120 g Flüssig-keit, bestehend aus ungefähr Ol. Rorismar. 2,0, Ol. Spicae, Ol. Serpylli, Ol. Thymiana 1,0; Acid. acetici 10,0; Spiritus Vini und Spirit. Vini dilut. ana 55,0, oder nacheiner anderen Angabe aus 100 Th. Spiritus Serpylli und 3 Th. Essigsäure oder 118 Th.Weingeist und 7 Th. Essigsäure.
Mykodermaticon von Gl. Kirchberg in Greifswald, Mittel zur Förderung derEssiggährung; 1. Flüssigkeit: lOproc. Essig enthaltend 1,56 Proc. Ammon-Maguesia-phosphat und 0,17 Proe. indifferente organische Substanz, Spuren Schwefelsäure, Salz-säure, Kali, Natron. (Schädler, Analyt.) — 2. Festes, ein gröbliches weisses Pulver,bestehend aus Magnesia, Amnion, Phosphorsäure, Weinsäure, Zucker. (Sommer, Analyt.)
PusciiKAROw'sche Flüssigkeit, ist braunschwarz, fast von Syrupconsistenz, wenigsauer und von 1,18 spec. Gew. Sie ist eine holzessigsaure Eisenflüssigkeit mit etwasZink und vielen Brandharzen. (Casselmann, Analyt.)
Acidum foenzoTcuin.
Nabgeli beobachtete die antizymotische Eigenschaft der Preisseibeeren(Früchte von Vaccinium Vitis Idaea) und 0. Low constatirte darin einen reich-lichen Benzoesäuregehalt.
Die Darstellung aus Akaroidharz (Bd. II, 331) wird als wahrscheinlich an-genommen, doch enthält dieses Harz zugleich Zimmtsäure.
Die Englischen Fabriken liefern die sublimirte Benzoesäure zu auffallendbilligeren Pre'sen als die Deutschen und nimmt man an, dass man in Englandirgend eine andere Benzoesäure ergebende Droge verarbeitet oder dass man einebesondere LJlige Darstellungsweise künstlicher Säure anwendet.
Darstellung. Prof. K. v. Wagner schlägt vor, Benzoeharz mit roher Essig-säure zu extraLiren, den Auszug behufs Entfernung des gelösten Harzes mit4 Th. siedendem Wasser zu verdünnen und das heisse Filtrat erkalten zulassen etc.
Die Darstellung aus Steinkohlennaphthalin resp. Phthalsäure soll in Frank-Teich im Grossen betrieben werden, denn diese künstliche Benzoesäure (Acidebenzoique de la houille der Franzosen) hat angeblich viele Vorzüge vor der-jenigen aus Harn.
Prüfung. Eine Verfälschung mit Salicylsäure ist zu beachten, die wässrigeLösung darf sich also durch Ferrichloridlösung nicht violett färben. Verunreini-gung oder Verfälschung der Benzoesäure mit Sublimat ist vorgekommen. ZurPrüfung auf Benzoesäure aus Hippursäure, Acidum beuzoi'cum ex urina, wägtm »n 0,5 der Säure ab, übergiesst dieses Quantum mit 50,0 Wasser und lässtunter wiederholtem Umschütteln eine Stunde stehen. Erfolgt vollständige Lö-sung, so liegt höchst wahrscheinlich jene Säure ex urina vor. Erfolgt nichtvollständige Lösung, sondern erst nach weiterem Zusatz von 30,0 Wasser und