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Erg.-Bd. (1884)
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3
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Acacia.

Acidum aceticum.

Acidi boracioi

Acidi tannici

Acidi salicylici ana 5,0.Misce. Fiat pulvis subtilissimus.D. S. Aeusseriich, z. Bestreuen frischerund alter Wunden.Colliame nennt man in Frankreich ein

Pulver, welches Pflanzengummi und Pflan-zenleim als hauptsächliche Bestandtheileenthalten soll und eine rosenrothe Farbehat. Obige Vorschrift liefert ein Pulver,welches die Heilung der Wunden vortreff-lich fördert und eine faulige Verjauchungderselben verhindert.

Colle blanche, Pariser Leim, ist concentrirte wässrige Lösung von ArabischemGummi oder ein Präparat aus Zucker, Aetzkalk und Leim (vergl. unter Gelatina).Kommt in kleinen Flaschen mit Pinsel, der dem Stopfen eingefügt ist, in den Handel.

Acidum aceticum.

V. Meyer hat im Eisessig des Handels circa 0,01 Proc. Furfurol (C 5 H 4 0 2 ,Aldehyd der Pyroschleimsäure) aufgefunden, welcher Aldehyd bekanntlich bei derVerkohlung des Holzes entsteht. Zum Nachweise solcher Aldehyde versetzt maneinige CC. mit einigen Tropfen Silberlösung und erwärmt eine Viertelstunde imWasserbade. Es tritt Bräunung oder Metallausscheidung ein. Diese Verunreini-gung beeinträchtigt übrigens den Werth der officinellen Essigsäure nicht.

Acetum. Prüfung auf freie Mineralsäuren soll sich Hubee's Reagens (sieheSuppl. unter Kalium ferro-cyanatum) eignen.

Ferner empfahl Mallet den verdächtigen Essig mit Natronsalicylatlösungzu versetzen. Es erfolge in reinem Essig keine Salicylsäureausscheidung. DieseReactionen sind werthlos, im letzteren Falle tritt eine Ausscheidung der Salicyl-säure dann nicht ein, wenn die Mineralsäure in nur geringer Menge vertretenist. Hubek's Reagens würde auch bei einem starken reinen Essig Erfolghaben. Auch die empfohlene Reaction mit Methylviolett ist eine unsichere underfordert ein mehrfaches Experimentiren, um die Farbennuancen richtig zu be-urtheilen.

Die einfachste Prüfungsweise ist (nach Hauku), circa 20 CC. Essig (Schnell-essig) mit 56 CC. Aetzammonflüssigkeit zu versetzen und an einem 60 80° C.heissen Orte oder auch im Wasserbade in einer Glassehale mit flachem Bodenzu verdunsten. Roiner Essig hinterlässt einen gelben bis braunen Fleck, dessenSubstanz nicht oder kaum wägbar ist, bei Gegenwart von freien Mineralsäuren(auch Weinsäure, Citronensäure) dagegen hinterbleibt eine krystallinische Masse,in welcher sich nicht nur die Art der Mineralsäure, selbst auch ihre Menge sehrleicht bestimmen lässt, insofern die aus Schwefelsänre, Salzsäure und Salpeter-säure resultirenden Ammonsalze kein Krystallwasser enthalten. Da beim Er-hitzen sich diese Ammonsalze verflüchtigen (Tartrat und Citrat verkohlen), sokann auch gleichzeitig die Prüfung auf fixe Bestandtheile, des Essig mit diesemVerfahren verbunden werden. Ein Essig, welcher nach der Sättigung mit Am-nion einen salzartigen Verdampfungsrückstand hinterlässt, ist für den pharma-ceutischen Gebrauch zu verwerfen.

Eine empfehlenswerthe Priifungsweise auf freie Schwefelsäure ist von Nessi.erangegeben. Man soll 3040 Ctm. lange Streifen Piltrirpapier aufhängen, sodass sie mit dem unteren Ende um 2-3 Ctm. in den Essig (»der We"n), inwelchem man 23 Proc. Rohrzucker aufgelöst hat, eintauchen. Nach einemTage werden die Papierstreifen im Wasserbade getrocknet. War freie Schwe-felsäure (auch Salzsäure) gegenwärtig, so ist das Papier braun ü's schwarzgefärbt.

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