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Filter von 8 cm Durchmesser gebracht, zweimal mit je 10 ccmkaltem Wasser gewaschen, im Filter bei 100° getrocknet undgewogen; sein Gewicht soll mindestens 0,8 g betragen. Wird1 Teil dieses Niederschlages rasch mit 100 Teilen Chlorwasserim Wasserbade eingedampft, so verbleibt ein gelbroter Rück-stand, welcher bei sofortiger Einwirkung von wenig Ammoniak-flüssigkeit schön purpurrot gefärbt wird.
Vorsichtig aufzubewahren.
Grösste Einzelgabe 1,0 g. — Grösste Tagesgabe 6,0 g.
Diuretin ist ein Präparat von gleicher chemischer Zusammensetzung.
Das Theobrominnatriosalieylat ist eine Doppelverbindung von gleichenMolekülen Theobrominnatrium mit Natriumsalicylat, es ist nach der Formel:
C 7 H 7 N 4 0 2 Na+C f> H 4 (OH)COONa = 362zusammengesetzt, enthalt 49,72 Proz. Theobromin und 38,1 Proz. Salicyl-säure und unterscheidet sich durch diese Doppelsalznatur wesentlich vonden dem Namen nach ähnlichen Koffei'nonatriumpräparaten. —
Es wird last ausschliesslich in Fabriken dargestellt, indem manTheobromin in der äquivalenten Menge Natronlauge löst, ein MolekülNatriumsalicylat hinzufügt und zur Trockene verdampft.
Die wässerige Losung reagiert alkalisch, weil das Theobromin keineeigentliche Säure ist, die die alkalische Reaktion des Natriumhydroxydsaufzuheben vermöchte.
Wenn beim Ausschütteln der durch Natronlauge wieder aufgehelltenLösung mittels Chloroform dieses mehr als den erlaubten Rückstandvon i j 2 Proz. hinterlässt, so würde dies von einem Gehalte des Theobro-mins an Koffein herrühren, das sich aus wässerig - alkalischen Lösungendurch Chloroform ausschütteln lässt.
Die angegebene quantitative Bestimmung des Theobromingehaltesergiebt diesen nicht ganz, denn sonst müsste schon ein Präparat mit40 Proz. Theobromin genügen. Die Differenz von 0,8 und der berechnetenZahl 0,994 findet darin ihre Erklärung, dass in dem Filtrate und denWaschwässern stets noch Theobromin gelöst bleibt und zwar, wie Vul-pius, der die angegebene Bestimmungsmethode aufgestellt hat, durchdas Experiment feststellte, bei genauer Einhaltung aller Bedingungen0,13 g. Addiert man diese Grösse zji 0,8 g, so gelangt man zu einemwahren Mindestgehalt von 0,93 Theobromin oder 4(5,5 Prozent.
Da das Theobrominnatriosalicylat schon durch Kohlensäure teil-weise zersetzt wird, so gebietet sich die Aufbewahrung des Präparates,wie auch besonders seiner Lösung, unter thunlichstcm Abschluss der Luft.
Die Chlorwasser-Ammoniakprobe dient zur Erkennung des Theobro-mins; sie gelingt umso besser, je schneller und bei je höherer Temperaturdie Lösung verdampft wird. Das Ammoniak lässt man am besten in derWeise einwirken, dass man die Abdampfschale mit einer Glasplatte, aufderen untere Seite sich ein Tropfen konzentrierter Ammoniakflüssigkeitbefindet, bedeckt.
Die grösste Tagesgabe ist von 8 g auf 6 g herabgesetzt.
Thymolum. — Thymol.Ansehnliche, farblose, durchsichtige, nach Thymian riechende,aromatisch schmeckende Krystalle. Schmelzpunkt 50° bis 51°.