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braunen Farin. Was von ihm abfliesst, kommt als Melasse, braunerSirup (Sirupus communis) in den Handel, dessen Menge sich untergleichzeitiger Erhöhung der Zuokerausbeate durch Einfuhrung des Stron-tiumverfahrens, d. h. Überführung des noch vorhandenen krystallisierbarenZuckers in Strontiumsaccharat, in den jüngsten Jahren sehr vermindert hat.
Prüfung: 1. Beim Auflösen des Zuckers in Wasser bleiben trübendeVerunreinigungen ungelöst. — 2. Schleim, auch Ultramarin,scheiden sich beim Stehen der Lösung aus; ein Dextringehalt veranlasstTrübuno- beim Zusätze der doppelten Menge Weingeist zum Sirup. —3 Rötung von Lackmus verrät freie Säuren. - 4. Mutterlauge ent-haltender Rübenzucker wird, zufolge des Gehaltes an Chloriden, Sulfatenund Kalk (als Zuckerkalk von der Fabrikation herrührend), Trübungenerzeugen mit Silber- und Baryumnitrat, sowie mit Ammoniumoxalat. —5. Entsteht beim Kochen der mit einigen Tropfen Ammoniaknüssigkeitund Silbernitratlösung versetzten Lösung eine Dunkelfärbung, so ist Milch-oder Traubenzucker, im Falle einer sofortigen roten Fällung beim Kochenmit Fehlingscher Lösung Traubenzucker zugegen. — 6. 0,5 g Zuckermüssen ohne wägbaren Rückstand verbrennen — sonst Mineralstoffe.
Formel: C vl U 2 ,ß n = 342,22
Gebrauch: Als Versüssungsmittel, ausserlich als Antiseptikum.
Saccharum Lactis. — Milchzucker.
Weissliche, krystallisierte Massen in Trauben oder Platten,oder ein weisses, geruchloses Pulver, in 7 Teilen kaltem und in1 Teile siedendem Wasser löslich.
Werden 15 q gepulverter Milchzucker mit 50 cem verdünntemWeingeist eine halbe stunde lang unter wiederholtem Umschüttelnin Berührung gelassen, und die Flüssigkeit dann abfiltriert, so wirdein Filtrat erhalten, von welchem 10 cem sich beim \ ermischenmit dem gleichen Volumen absoluten Alkohol nicht trüben nochbeim Verdunsten im Wasserbade mehr als 0,04 g Ruckstand
hinterlassen dürfen.
0,2 g Milchzucker sollen nach dem Verbrennen einen wag-baren'Rückstand nicht hinterlassen.
«,.Wtfin7iieker. — Sucre de lait. — Sugar of milk.
ÄS: Durch Abdampfen der süssen Molken, nachdem derKäsestoff durch Kälberlab aus der Milch ausgeschieden worden. (Zumeistin den Alpenländern.) Man reinigt ihn durch Umkrystalhsieren. Ausbeute
^ L P dm Eigenschaften: Weissliche, aus zusammenhängenden, harten,• • = Lwckenden und beim Kauen zwischen den Zähnen knirschen-wenig süss c neckenden . oder flache Stücke, ein rein
den Krystalen bestehende w ^ untergpheidet sich von den
weisses P^ e 'Äurch £? ne Schwerlöslichkeit in Wasser und Unlöslich-
S b f^ n S? C > er ^ Mit derGlykose (Traubenzucker) hat er die Gelb-keit in Werngeut , V* der myzo, ^ ^ j ^
farbung dur . cl ? A ^f"Malischer Lösung (ersteres zu rotem Kupferoxydul,
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vom Rohrzucker unterscheidet, welcher das Kupieroxyd nur allmabhch
Kommentar I. D. Arzneibuch. Ed. IV,