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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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geschichteten Starkekörner sind flach, Bcheibenförmig, meist unregelmässigrundlich, lftnglich oder eiförmig, häufig am Ende zugespitzt, m der Formmit einem zugebundenen Sacke vergleichbar. ,,. , ,

Bei der Prüfung des Pulvers beachte man die btärkekörner, diemit gelbem, ätherischem Öl oder rotbraunem Harz gefüllten Sekretbehälter,die Bruchstücke der Treppen- und Netzgefässe und der Sklerenchymiasern.Häufigere Verfälschungendes Pulvers sind: Mehl, Mandelkleie, Kurkuma,extrahierter Ingwer, Olivenkerne, Cayennepfefferschalen. Der mittlere Gehaltder lufttrockenen Ware an ätherischem Ol beträgt 25 Proz. (s. b 157).

Bestandteile: Etwa 2 Proz. ätherisches, den Geruch bedingendes,wenig erforschtes Öl; harzige Bestandteile; ein ebenfalls wenig bekannterBitterstoff Gingeroi, welcher den scharfen Geschmack bedingen soll. Fernerlinden sich gegen 50 Proz. Stärke und 25 Proz. Holzfaser.

Gebrauch: Als Gewürz zu Ansätzen, Latwergen u. dgl.

Rotulae Menthae piperitae. Pfefferminzplätzchen.

200 Teile Zuckerplätzchen.......... 200

werden mit einer Lösung von

1 Teile Pfefferminzöl........... 1

in 2 Teilen Weingeist............2

benetzt und zum Verdunsten des Weingeistes kurze Zeit ander Luft ausgebreitet.

Luftkuchen. «

Das Benetzen mit der weingeistigen Losung des Öles geschieht durchSchütteln in einem weithalsigen Stöpselglase, worauf man die Zeltchen inflacher Schicht ausgebreitet, an der Luft kurze Zeit, etwa eine Viertel-stunde lang, abtrocknen lässt. Rascher erfolgt letzteres, wenn man dasÖl in Äther, anstatt in Weingeist löst.

Rotulae Sacchari. Zuckerplätzchen.Zur Herstellung von Zuckerplätzchen wird mittelfein ge-pulverter Zucker mit wenig Wasser gemischt und soweit er-wärmt dass eine halbflüssige, nicht durchsichtige Masse entsteht;diese wird alsdann in die Gestalt von Kugelabschnitten gebracht.

Zuckerkügelchen. Zuckerzeltchen.

Die Zuckerplätzchen werden wohl kaum mehr m Apotheken, sondernnur noch in Zuckerwarenfabriken hergestellt. Früher geschah dies durchAnftronfen der bestrichenen Masse aus einer Pfanne mit langem Ausgussauf ein kaltes Metallblech. Heute wird die Masse in einen Blechkastenmit siebartig durchlöchertem Boden gebracht und durch einmaliges Auf-schlau, des ersteren auf ein untergelegtes Blech gleichzeitig eine Anzahlvon mehreren hundert Plätzchen gewonnen worauf man die Unterlagewechselt und so fort. Es ist wesentlich, dass die Masse vor dem Austropfennicht durch zu grossen Wasserzusatz oder zu starkes Erwärmen durchsichtig°Ar, von dicker Lösung geworden ist, da sonst beim Erkalten nichtTdurch^Mige weisse, sonlle'rn farblose durchsichtige Plätzchen erhaltenwerden. Um in dieser Beziehung ganz sicher zu gehen w.rd mitunterauch auf jede Erwärmung bei Herstellung der Masse im kleinen verzieh et.Man rührt dann eine Mischung von 9o Teilen Zuckerpulver mit 5 Teilen