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ihren scharfen Kanten nach oben und unten zeigend in der Erde; siehaben die Neigung die neuen Seitensprosse an der unteren Seite zu ent-senden. Die Rhizome sind durch Blattnarben geringelt, was an den inder Regel nicht geschälten Kanten noch zu sehen ist. Als Droge dienennur die vom Steckling abgebrochenen Seitenrhizome. Ausser dieser'Bruchfläche sind an der Droge noch die Stengelnarben, welche vertieftund mit eingetrockneten Geweben umgeben sind, sichtbar. Die zahlreichenseitlichen und endständigen, wenig entwickelten Knospen sind nur schwerzu erkennen.
Der Ingwer wird durch Waschen, Abbrühen, Schälen, Färben undBleichen verschieden zubereitet. Im Allgemeinen kann man ihn hiernachfolgenderrnassen einteilen:
Afrikanischer und schwarzer Barbados-Ingwer. Derselbeist ungeschält und kommt für die Apotheken weniger in'Betracht;
Bengalischer Ingwer, in der Regel an den beiden Flächen, seltenernicht geschält — als offizinelle Sorte anzusehen;
Ingwer von Coehinchina, der Südspitze von Vorderindien(Kotehin) und von Jamaika. Diese übrigens teuersten Sorten sindvöllig geschält und deshalb nicht offizineil, Sie werden bisweilen durchChlor oder schweflige Säure gebleicht oder in Kalkwasser gelegt, um ihneneine weisse Oberfläche zu geben (gebleichter Ingwer).
Zur Beschreibung: Etwas flache, meist zweizeilig verästelteSeitenrhizome, welche mit einer gelblichgrauen, längsrunzeligen Korkschichtbedeckt sind. An den gewöhnlich knollig gewölbten und geschabtenSeitenflächen sind sie infolge des Einreibens mit Asche oder Erde (um dasFaulen zu verhindern) grau; die Gefässstränge treten an diesen Stellenoft deutlich hervor. — Aus dem kornigen, grauen Querbruche rag! in derRinde eine einzige Reihe von Gefässbündeln heraus, zahlreich und unregel-mässig zerstreut finden sich diese in dem inneren, helleren Gewebe (Leit-bündeleylinder), welches durch eine feine Endodermislinie von der äusseren,1 mm breiten Rindenschicht abgegrenzt ist. Die zahlreichen, als feinegelbe Pünktchen erscheinenden Olräume sind dem gesamten Gewebegleichrnässig eingelagert. Diese gröberen Strukturverhaltnisse treten aneinem geglätteten und angefeuchteten (Querschnitte sehr schön hervor, —die Gefässbündelquerschnitte dann allerdings als dunkelbraune Punkte.Ingwer hat ein sehr kräftiges Aroma.
Mikroskopisches Bild: Die Korkschicht besteht aus 10—12 Lagenunregelmässig gebauter, fein getüpfelter Zellen. unter dem Kork liegteine Schicht zusammengefallener Parenchymzellen, hierunter findet sichdas stärkehaltige Parenehym der Kinde und deren Leitbündelnete. I >ie an denDurchgangsstellen der Gefässbündel mehr oder weniger weit unterbrocheneEndodermschicht (Cylinderscheide) besteht aus parenehymatischen Zellen.Das Parenehym des Centralcylinders gleicht dem der Kinde. Es wird vonzahlreichen und unregelmässig angeordneten Gefässbündeln durchzogen.Bemerkenswert ist, dass sich, wie bei den meisten Zingiberaeeen, an dieEndodermschicht zahlreiche kleine Gefässe diehl anlagern. Die Sklcrenchym-scheiden derselben berühren sich, so dass am Rande des Leitbündel-cylinders ein schmaler Gefässbündelring entsteht. Die collateralen Gefäss-bündel besitzen in der Regel einige stark verholzte Netztracheen, denen«ich enge Siebröhren mit zarten, gestreckten Begleitzellen anlagern. Diedie Bündel fast unischliessenden, langgestreckten Fasern sind dickwandig,wenig verholzt, schräg getüpfelt und häufig durch zarte Querwände in :■}Kammern geteilt. Die sich im ganzen Rhizom zerstreut findenden Sekret-behälter besitzen verkorkte Wände. Die 20—25 ;j langen, ziemlich deutlich