im
526 —
nicht unter -f- 10° schmelzen. ] Teil desselben soll sich in10 Teilen kaltem Wasser zu einer klaren, auch beim StehenÖltröpfchen nicht abscheidenden Flüssigkeit lösen, welche, nachdem Ansäuern mit Salpetersäure, weder durch Silbernitrat-,noch durch Baryumnitratlösung verändert wird. Eine Mischungaus 1 ccm Paraldehyd und 1 ccm Weingeist soll, nach Zusatzvon 1 Tropfen Normal-Kalilauge, nicht sauer reagieren.
5 ccm Paraldehyd, im Wasserbade erhitzt, sollen ohneHinterlassung eines unangenehm riechenden Eückstandes flüch-tig sein.
Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzubewahren.
Grösste Einzelgabe 5,0 g. — Grösste Tagesgabe 10,0 g.
Paraldehyd. Elaldehyd.
Bereitung: Sie geschieht fabrikmässig, indem man den durch Oxy-dation von Weingeist mittels Kaliumdiehromat und Schwefelsäure er-haltenen gewöhnlichen Aldehyd, C 2 H 4 0, bei mittlerer Temperatur mitkleinen Mengen Salzsäure, an deren Stelle auch Zinkchlorid, Schwerlig-säureanhydrid, Phosgengas treten können, zusammenbringt, wobei sieh derAldehyd in seiner Hauptmenge zu (C g H 4 0) 3 = Paraldehyd polymerisiert,welcher durch Abkühlen unter 0" in Krystallen abgeschieden und durchabwechselnde Rektifikation und Auskrystallisieren in der Kälte rein ge-wonnen wird.
Zu den Eigenschaften: Dieselben sind oben sehr vollständig ange-geben. Die Trübung der gesättigten wässerigen Lösung beim Erwärmenist Folge der geringeren Löslichkeit in warmem Wasser; bei 100° wirddie Hälfte des gelösten Paraldehyds wieder ausgeschieden. Per genaueSiedepunkt liegt bei 124°.
Formel: (C 2 H 4 0) 3 C„H 12 0 3 = 132,12 als das dreifache Polymeredes Äthyl- oder Acetaldehyds.
Prüfung: 1. Bestimmung von Schmelz- und Siedepunkt sehr wesent-lich. Erstere kann liier bequem auch in einem Probierrohre vorgenommenwerden, welches man nach teilweiser Füllung mit Paraldehyd und Ein-senken eines Thermometers in eine Mischung von Eis und Wasser und Dach
Ablesen der meist bei ~\- 4 bis 5" liegenden Erstarrungstemperatur inlaues Wasser taucht, um nun, nachdem etwa die Hälfte der .Masse ge-schmolzen, den Wärmegrad (= Schmelzpunkt) abermals abzulesen, Zuniedriger Schmelzpunkt deutet auf Beimischung von Alkohol oder ge-wöhnlichem Aldehyd, ebenso zu niedriger Siedepunkt.— 2. Scheidet diewässerige Lösung Öltröpfchen ab, so ist Amvl- oiler Valeral deliyd, ausfuscligcm Alkohol herrührend, BUgegen. welcher sieh dann auch bei der
Verdunstungsprobe als übelriechenden Rückstand bemerklich macht. —3. Trübung der mit Salpetersäure angesäuerten Lösung durch Silbenutratverrät S a 1 z s ä u r e; durch Maryumnitrat — S e h w 8 f e I s ä u r e. —- 4.Rötung von Lackmus nach Zusatz eines Tropfens Normallauge zeigt l'her-se.hreitung des gestatteten Gehaltes an Säure (Essigsäure, durch Luftzutrittentstanden) an.
Gebrauch: Als Schlafmittel in Gaben von 2—3 g bis zu 10 g imGanzen, mit etwa 20 Teilen Wasser, Aqua Menthae und Sirup.