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brauner Farbe, u. a. in den Karpathen sieh vorfindenden brennbaren Mine-rals. Man bebandelt dasselbe mit sehr konz. Schwefelsäure, wäscht esdann mit Natronlauge aus und entfärbt es mit Kohle; es kommt alsCeresin in den Handel. — 2. Aus den höchstsiedenden Anteilen desSteinöls, aus denen man das Paraffin in der Kälte auskrvstallisieren lässt,durch die Zentrifugalmaschine von den noch anhaftenden steifflüssigenTeilen befreit und einer ähnlichen Reinigung mittelst Schwefelsäure undNatronlauge unterwirft. Dieses Paraffin (welches im Steinöl von Rangoonin Hinterindien bis zu 40 Proz. enthalten ist) kommt als Belmontin inden Handel.
Zu den Eigenschaften: Das feste Paraffin ist wenig glänzend, ohneGeschmack, undurch scheinendund härter wie Talg. Es schmilzt je nachseiner Abstammung, das aus dem Ozokerit am schwersten, erst bei 74°bis 80°; spez. Gewicht 0,910 bis 0,920. In Wasser gar nicht, in Weingeistkaum löslich, wird das Paraffin von Ölen, Benzin, Benzol, Xylo], Schwefel-kohlenetoff, Chloroform, Äther, Eisessig leicht aufgenommen, und liisst sichauch mit Wachs, Walrat, Talg, Harzen zusammenschmelzen. Die genanntenLösungen erstarren beim Abkühlen zum Teil gallertartig. Säuren greifenes nicht an; Atzalkalien verseifen es nicht. In hoher Temperatur destilliertes untersetzt über.
Zusammensetzung: Veste Kohlenwasserstoffe der Metlianreihe (CnH 2 n-|- 9 } nebst solchen der Athylenreihe (Cnll 2 n) oder hydrierten aromatischenKohlenwasserstoffen.
Prüfung: 1. Das Paraffin zeige weder gelbe oder braune Färbung, nocheinen brenzlichen Geruch. — 2. Man bringe etwa 5 g Paraffin in einemProbierrohre ins Wasserball und liest an einem eingeführten Therniometer-die Temperatur ab, sobald die Hälfte geschmolzen und das Glas aus demWasserbade entfernt ist; dieselbe darf nicht unter 74° liegen, andernfallsist das Paraffin zur Bereitung der Paraffinsalbe nicht brauchbar.Das l'araifin aus dem I! ra un koh lenteer, das bisher bekanntesteParaffin, ausgezeichnet durch seine Durchsichtigkeit und hellen Klang,schmilzt schon bei . r >;">" und liefert daher eine Paraffinsalbe von ungenügenderKonsistenz Da sein spez. Gewicht unter 0,89 liegt, so kann man dasselbevom Ceresin dadurch unterscheiden, dass man ein Stückchen in Spiritusdil. (spez. Gewicht 0,894) wirft; das leicht schmelzbare Paraffin schwimmtdarin, während das oflizinclle schwerschmelzbare darin untersinkt — Dieweitere Prüfung siehe bei Paral'finuni liquidum.
Gebrauch: Zur Bereitung von Salben.
Paraldehydum. — Paraldehyd.
Klare, farblose, neutrale oder doch nur sehr schwach sauerreagierende Flüssigkeit von eigentümlich ätherischem, jedochnicht stechendem Gerüche und brennend kühlendem Geschmacke.Spez. Gewicht 0,995 bis 0,998. Bei starker Abkühlung er-starrt Paraldehyd zu einer krystallinischen Masse. Schmelz-punkt 10,5°. Siedepunkt 123° bis 125°. Paraldehyd löst sich in8,5 Teilen Wasser zu einer Flüssigkeit, welche sich beim Er-wärmen trübt. Mit Weingeist und Äther mischt er sich injedem Verhältnisse.
Durch starke Abkühlung fest geworden, soll Paraldehyd