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Gruppe des Narkotins. (Narkotin, Narcein, Papaverin.)Die Konstitution dieser Korper ist bekannt; sie lässt sich auf dasIsochinolin bezw. Hydrastinin zurückführen. Die beiden Grundforrnelnvergl. bei Hydrastininum. Beim Vergleich der Formeln des Papaverinsund der des Hydrastinins bezw. des Dioxymethylchinolins (Seite 873.)
CH C—CH,H.C.O.C^^c/^N
I II IHjC.O.C^/C^^CH
-C e H 3 ( 0. CH 3 ) 2Papaverin
CH CH
ist der nahe Zusammenhang leicht ersichtlich. Papaverin ist ein Benzyl-abkömmling des Isochinolins.
Das Narkotin zerfällt bei seiner Spaltung (Oxydation)0 COH
in Cotarnin CH ^ Nc„H(OCH 3 )/
O CH,
-CIL—Nil. CIL
welchem offenbar das (Oxymethyl-) Hy d rast i ni n zu Grunde liegt, undin Meconin bezw. Opiansäure,
,COH ^11,. n .CIKOII
CH JCO.OH „ttJCO- nnl.
«OCH a
OCH;
Opiansäure
"6"s)OCH 3l OCH ;Meconin
C»H
<" • 1 )OCH 3
^och; 'och 3
Benzylgruppedes Papaverins
welche letztere ihrerseits mit der Benzylverbindung des Papaverins innaher Beziehung stehen.
Die Meconsäure steht zun, Meconin nicht in Beziehung.
Prüfung; Durch das Vorhandensein der „Thränen" auf der Bruch-fläche, sowie der Rumexfrüchte auf der äusseren Umhüllung kennzeichnetsich das Opium als das offizineile kleinasiatische. Geringere Sortendesselben, durch Beimischung des Extraktes der ausgekochten Mohn-kapseln hergestellt, unterscheiden sich durch ihren viel schwächeren Ge-ruch und das Kehlen der Thränen. — Als Verfälschungen dienen: Mehl(das man bis zum Drittel des Gesamtgewichtes im Opium angetroffen hat),Honig, Zucker, Traganth, Sand, Bolus u. a. Man prüft das Opium aufseine Unvorfälschtheit, indem man einem oder mehreren Kuchen feineQuerschnitte entnimmt, wägt- und austrocknet; der Gewichtsverlust darfnicht mehr als 16 Proz befragen. Man zerreibt das getrocknete Opiumzu Pulver und Iibergiesst 1 g desselben auf einem gewogenen Filter solange mit kaltem Wasser, bis das Ablaufende kaum mehr Färbung be-sitzt. Der Rückstand auf dem Filter darf keine Stärkemehlkörner unterdem Mikroskope zeigen und, bei 100° getrocknet, nicht mehr als 0,45 gbetragen.
Bestimrmmq des Morphingehaltes : Alle bisher aufgetauchten Methodenverfolgen den /weck, das vorhandene Morphin mögliehst vollständig, aberauch möglichst ausschliesslich (d. b. thunlichst frei von Narkotin, Calcium-mekonat und braunen, harzartigen Stoffen) abzuscheiden. Stets ist bei 60°getrocknetes Opiumpulver zu benützen.
(> i] Opiumpulver werden mit möglichst wenig Wasser angeriebenund unter Nachspülen des Mörsers mit Wasser in ein trockenes, gewogenes