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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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426
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Wasser hergestellter Brei allmählich eingetragen, bis eine kleine Probe,filtriert und mit überschüssiger Salzsäure versetzt, nicht mehr aufbraust.Dann lässt man den Kessel samt Inhalt wohlbedeckt erkalten, zieht dieklare Lauge mittels des Hebers ab und rührt den Bodensatz nochmals mit4 Teilen Wasser an, nach dem Absetzen wiederum die klare Flüssigkeitabziehend. Die gemischten Flüssigkeiten giebt man in den gereinigtenKessel zurück und kocht sie unter lebhaftem Sieden bis zum spez.Gew. 1,168 bis 1,172 ein. Ausbeute gegen 6 Teile. — II. Die Soda-fabriken liefern in Stangeu gegossenes Atznatron (Seifenstein), von demman 1 Teil in 4 Teilen Wasser löst und nach Bestimmung des spez.Gew. verdünnt.

Zu den Eigenschaften: Eine stark atzende, nahezu ua-serhelJeFlüssigkeit, welche heim Übersattem mit Weinsäure keinen Niederschlagliefert und am Ohre des Platindrahtes erhitzt, die hochgelbe NatronfUvmmoze\g\> — \3w\,ersc\net\ -von i\ev K.a\Äauge, deren übrige "Eigenschaften sie teilt,

Bestandteile: 15 Proz. NaOH (40,06) = 267.

Prüfung: 1. Die mit 4facher Menge Kalkwasser gekochte und vomCalciumkarbonat abfiltrierte Lauge darf, in überschüssige Salpetersäureeingegossen, nicht aufbrausen —, andernfalls übersteigt der Kohlen-sfiuregehalt 0,5 Proz. — 2. Die mit Salpetersäure übersättigte, verdünnteLauge (1 = 6) darf weder durch Baryumnidal weiss getrübt (Sulfate),noch durch Silbernitrat in gleicher Weise (Chloride) getrübt werden-, eineOpaleseenz ist gestattet (0,05 Proz.). Die mit verdünnter Schwefelsäureübersättigte Lauge wird mit einer gleichen f'auminenge Schwefelsäuregemischt und dann mittels der Pipette Ferrosulfatlö'sung vorsichtig darübergeschichtet; — entsteht eine dunklere Zone zwischen beiden Flüssigkeiten,so ist Salpetersäure zugegen, von salpeterhaltigem Ätznatron her-rührend. — 3. Mit Salzsäure angesäuert, darf überschüssiges Atzammoniakkeine erhebliche Veränderung hervorrufen, — weisse, gallertige Aus-scheidung: Thonerde, Kieselsäure; erstere findet sich nicht selten indem aus Kryolith (Aluminiuni-Natriumfhiorid) gewonnenen Atznatron undwird in Spuren geduldet.

Gehaltsbestimmurifj: s. Massanalyse, wobei in der Rechnung zu be-rücksichtigen, dass 100 Teile Lauge sa 15 Teile Natronhydrat sein sollen,der Index der Normalsäure für NaOH 0,040 ij ist, ig Lauge (— nahe-zu 3,5 cem) also 16 cem Normalsäare bedürfen. Eine Schwankung von14,8 bis 15,2 cem wird man entsprechend derjenigen im spez. Gew. duldenki'mnen.

Aufbewahrung: In Flaschen mit Kautschukstopfen oder mit poliertenund mit Paraffinsalbe eingefetteten Glasstopfen. (Vgl. Liq. Kali caust.)

Gebrauch: Wie bei der Kalilauge.

Spez. Gew. bei 15°. — Prozente Natriumhydroxyd (NaOH).

Sp. G.

Proz. 1

Sp. G.

Pros.

Sp. &.

Proz.

Sp. G.

Proz.

1,115

10

1,181

16

1,217

22

1,310

28

1,126

11

1,192

17

1,258

23

1,321

29

1,137

12

1,202

18

1,269

24

1,332

30

1,148

13

1,213

19

1,27!»

25

1,343

31

1,159

14

1,225

20

1,290

26

1,351

32

1,170

15

1,236

21

1,300

27

1,368

33