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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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sowie eine dreiiistige Narbe. Die Früchte sind goldgelb, sie kommen ge-schält in den Handel.

Zur HescJireibuny: Geschälte, sehr leichte Früchte von der Grösseeines Apfels Das weisse, grosszellige, mürbe, an Hollundermark erinnerndeFrachtgewebe liisst sich leicht in drei Längsteile zerbrechen. Kin solcherTeil entspricht nicht einem ehemaligen Fruchtknotenblatt (Carpell), sonderner besteht aus den teilweise zusammengewachsenen Hälften zweier Frucht-blätter. Die drei Frachtblätter sind nämlich so gross, dass sie nicht nur,an den Berührungsflächen durchaus fest verwachsen, in der Mitte zu-sammenstossen, sondern die die Samen tragenden Ränder (Placenten)wachsen auch in den vom Fruchtblatte selbst gebildeten Hohlraum zurück,den letzteren dadurch in zwei, die vielen Samen aufnehmende Fächer teilend.Diese letzteren Stellen, welche also demselben doppelt eingerolltenFruchtblatts angehören, verwachsen nur sehr lose und trennen sich des-halb leicht. (Vergl. Fruct. Papaveris immat.)

Die die Droge bildende mürbe Partie des inneren Pericarps bestehtvorwiegend aus grosszelligen, grob getüpfelten, parenehymatischen Zellen.Die fast : 'l 4 des Gewichtes der Fracht betragenden Samen sind zu entfernen."Da Pulver würden etwa beigemengte Samen leicht an den stark verdickten,steinzellenartigen Epidermiszellen, von denen eine .Lage mit sehr ge-wundenen Wänden versehen ist, sowie an den fettes Ol und Proteinkörperenthaltenden, parenehymatischen Zellen des Embryo erkannt werden. Peri-sperm und Eindosperm sind verkümmert.

Handelssorten: Die egyptischen Koloquinten sind grösser undsamenärmer als die svrischen und cyprischen; bei ersteren betragendie Samen etwa 64 l'roz , bei letzteren beiden 75 Proz.

Bestandteile: Colocynthin C M H 84 0,g (ein harzenthaltendes bitteresGlykosid) ganz überwiegend im Fruchtfleisch.

Präparation. Man benutzt zu den Präparaten nur das Fruchtfleisch,unter Entfernung der beinahe wirkungslosen Samen. Da sich das zähefleisch kaum pulvern liisst , reibt man es mit Gummischleim zu einemJucken Brei zusammen, den man nach dem Trocknen pulvert (Colocyn-tnides praeparatae).

<tri,rauch: Als stark wirkendes Abführmittel zu 0,01—0,10 in Pulverund Pillen, meist als Extrakt Die Maxim a 1 gaben sind herabgesetzt!}^ ei grösseren Dosen verständige man den Arzt, dass nunmehr — nachEntfernung der Samen — die Droge besonders, das Pulver drei- bis vierfachstärker wirkt wie früher.

Fructus Foeniculi. — Fenchel.

. 7 bis 10 mm Länge und 3 bis 4 mm Durchmesser er-reichende, bräunlicligrüne Früchte von Foeuiculum vulgare.Unter ihren 10 kräftigen Rippen treten die dicht aneinanderfegenden Randrippen etwas stärker hervor, als die übrigen.UlQ 6 braunen Ölstriemen sind meist breiter, als die Rippen.

Fenchel soll kräftig nach Fenchelöl riechen und schmecken.

Semen Foeniculi. — Fruit.'! de fenouil. — Fennel fruit».

atammpflante: Foeniculum vulgare Gaerth, Fenchel. (F. ca-," aceum Gilib. F. ofticinale All. Anethum Foeniculum L.) Farn.1 oibelliferen.

Ein 1—2jähriges Kraut des südlichen Europa, bei uns felderweise