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von 29,2:30,0 verdünnen. — Eine annähernd richtige, aber wieder absicht-lich etwas zu stark gemachte Kochsalzlösung stellt sieh dann sehr einfachnach dieser richtigen Silberlösung ein. Man ermittelt, wieviel com derletzteren auf 25 oder 50 cem richtiger Silberlösung erforderlich sind undverdünnt, wenn z. B. nur 24 bez. 48 cem erforderlich waren, nach der( rleichung24 : 25 bez. 48 : 50. — Die Pharmakopoe hat Titrationen mit Silber-lösung oder Kochsalz für folgende Körper vorgeschrieben:
1. Bestimmung der Cyanwasser stof fs äure (nach Liebig).Hierbei bildet sich aus dem durch den Zusatz von Kalilauge entstandenenKaliumcyanid ein lösliches Doppelcyanid von der Formel AgK(CN)»
CplKCHO . HCN -f- KOH = C 6 H 5 CIIO + H,0 + KCNBenzaldehydcyanhydrin Benxaldehyd Cyankalhini
KCN -f- AgN0 3 = KN0 3 + AgCNwelch letzteres in KCN zu AgCN . KCN löslich ist.
Das lösliche Doppelsalz wird, sobald kein Cyankalium mehr vor-handen ist, durch weiteren Silbernitratzusatz folgendermasscn zersetzt:AgCN . KCN + AgN0 3 = KNO, -f- 2 AgCN.
Die durch AgCN entstehende Trübung wird als Endreaktion benutzt,so dass 1 Mol. AgNOg genau 2 Mol. HCN anzeigt. 1 CCm AgNOg entsprichtmithin nach dieser Methode 0,00541 g HCN.
Nach der früher vorgeschriebenen und auch heute noch vielfach befolgten,von Mohr herrührenden Titration wird der freie Cyanwasserstoff durcheinen Zusatz von Magnesiamilch Mg(OH), in Magneeiumcyanid übergeführtund anter Anwendung von neutralem Kaliuinclmimat als Indikator allesCyan durch Zusatz von Silbernitrat als Silbercyanid gefällt. In diesemFalle wird durch je 1 Mol. Silbernitrat auch 1 Mol. Cyan ausgeschieden,der Index der '/io Silbernitratlösung für Cyanwasserstoffsäure beträgt dahernur 0,002705 y. — Blausäurebestimmung ist vorgeschrieben bei Aqua amyg-dalarum amararum.
2. Bestimmung des Silbernitrats. Wie schon aus der Ein-stellung der Flüssigkeiten für die Fällungeanalysen hervorgeht, beträgt der[ndex der Zehntelnormal-Kochsalzlösung für Silbernitrat 0,016997 g —Die Ermittelung des Silbernitratgehaltes kommt bei Argcnium nitricum.und Argentum nitricum c. Kalio nilrico vor.
3. Ermittlung von Bromiden. Sämtliche löslichen llaloidsalzewerden durch Silbernitrat unter Bildung von unlöslichem feilbcihalo'i'dsalzumgesetzt. Der Silberverbrauch steht im umgekehrten Verhältnis zu derHöhe des Mol.-Gew. der einzelnen Haloidverbindungen, Liegt ein be-stimmtes Chlorid, Bromid oder Jodid für sich allein vor, so lässt sich dieKeinheit sehr leicht durch die Ermittelung des ans der stöcbiometr. Be-rechnung hervorgehenden Silbertiters beweisen. Hat man, wie dies geradebei diesen Salzen gerne vorzukommen pflegt, ein mit erheblichen Mengeneines wohlfeileren Haloidsalzes verunreinigtes oder gar verfälschtes Prä-parat vor sich, so kann man — vorausgesetzt, dass in dem Gemisch derbeiden nicht noch wesentliche Mengen anderweitiger Verunreinigungenenthalten sind — aus einem Silbertiter das Verhältnis berechnen, inwelchem die beiden HaloTdsalze vertreten sind. (Siehe Seite 5.)
Von Bromiden sind das Ammonium bromatum (Mol.-Gew. 98,04),Kalium bromatum (Mol.-Gew. = 119,11) und Natrium bromatum (Mol.-Gew. =103,01) aufgenommen. — Der Index der >/,. Silberlösung für Ammonium-bromid beträgt 0,009804 g, der für KaUumbromid 0,011911 und der fürNatriumbromid 0,010301 g. — Von Jodiden sind Kaliumjodid und Natrium-judid in das Arzneibuch aufgenommen, als Verunreinigung kommen beider Berechnung Kaliumchlorid und Natriumjodid in Betracht. Der Index