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wie die Vollpipetten. Letztere sind gleichfalls Glasröhren, dieunten in eine Ausflussspitze ausgezogen, aber ausserdem entweder amunteren Ende oder in der Mitte bauchig aufgeblasen sind. Sie sind oftnur mit einer Marke am oberen dünnen Teil der Glasröhre geaicht undtragen die Inhaltsbezeichnung meist an der bauchigen Erweiterung ein-geätzt. Man hält sich von ihnen eine ziemliche Anzahl in entsprechen-den Abstufungen vorrätig und benützt sie vorzugsweise zum Abmessender in Arbeit zu nehmenden Substanz. Man bedient sich ihrer zum Ab-messen der Titrierflüssigkeiten, zum Korrigieren „überstürzter" Titeroder bei den Eesttitern.
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Kontrolle der Richtigkeit der massanalytischenInstrumente und Regeln beim Ablesen.
So notwendig es ist, dass man sieh vor der Ingebrauchnahme einesGewichtsatzes von der absoluten Richtigkeit der Gewichte und der rela-tiven Übereinstimmung der einzelnen Gewichtsstücke überzeugt, so not-wendig ist es auch, die sämtlichen Massgefässe, die man zum Titrierenverwenden will,..auf ihre Genauigkeit und in erster Linie auf ihregegenseitige Übereinstimmung zu untersuchen. Man kann bekannt-ich mit Gewichten, die nicht ganz absolut richtig mit der Gewichtseinheitübereinstimmen, genaue Analysenresultate durch die Wage erhalten, wenndie Gewichte unter sich im richtigen Verhältnis stehen, vorausgesetzt,nur dass man sowohl die Substanz, als auch alle während der Analyse sichergebenden Körper mit dem gleichen Gewichtsatz wägt. Das Gleichegilt von den Massgefässen. — Man beginnt die Prüfung am besten mitden kleinsten Vollpipetten, indem man diese bis zur Marke mit destillier-tem Wasser füllt, den Inhalt in ein genau tariertes Bechergläschenauslaufen lässt und das Gewicht des Wassers ermittelt. Es ist dabeidarauf zu achten, dass sowohl die Temperatur des Wassers, als auch dieder Umgebung auf etwa 15° C. erhalten bleibt. Auch ist es von Belang,ob die Pipetten die ihrer Bezeichnung entsprechende Gewichtsmenge Wasserbeim ruhigen Auslaufen, oder erst beim Abstrich an die Gefäss-wandung, oder schliesslich erst beim Ausblasen abgeben. Dementsprechendhat man die Pipetten zu bezeichnen und beim Titrieren zu gebrauchen;es ergiebt sich auch hieraus, dass das Nachspülen einer Pipette mit Wasser,wie es bisweilen geübt wird, unter allen Umständen unstatthaft ist. VonVollpipetten sollte man in Übereinstimmung mit den Vorschriften für
geaichte Instrumente nur noch solche auf Abstrich verwenden. __
Bei den in einzelne Kubikzentimeter und Teile davon eingeteiltenBüretten und Messpipetten hat man sich zunächst zu überzeugen, ob sievom obersten bis zum tiefsten Teilstrich so viel enthalten, als ihre Gradu-ierung angiebt. Ausserdem müssen aber auch die zwischen diesenGrenzpunkten gelegenen Abteilungen auf ihre Richtigkeit geprüft werden.Bei den Messpipetten kontrolliert man dies am einfachsten durch dieWage wie bei den Vollpipetten, bei den Büretten kann man statt dessenauch, nachdem man sie bis zum tiefsten Teilstrich hat leerlaufen lassen,wiederholt eine, etwa dem 10. Teil des Bürettenvolumens entsprechende^als richtig erkannte Vollpipette mit Wasser oder dünner Sodalösungeinfliessen lassen und konstatieren, ob der stets gleiche Zuwachs vonFlüssigkeit den Bürettenangaben entspricht. In der gleichen Weise müssen