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[Hauptbd.] (1904)
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92
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92 Ankündigung von Geheimmitteln.

Hühneraugen, K.G. 4. Januar 1891 (K.G.A. IT, S. 310), K.G. 7. Febr. 1898(K.G.A. II, S. 317), Hühneraugen bilden einen Körperachaden: K.G.25. April 1892, K.G. 8. August 11)01 (K.G.A. 111, S. 380).

Kahlköpfigkeit, K.G. 12. Januar 1890 (K.G.A 11, S. 333), K.G. 2. Ok-tober 1902 (Pharm. Ztg. 1902, Nr. 81).

Konzeption, K.G. 12. Januar 1899 (K.G.A. II, S. 333).

Kopfschuppen, L.G. Glatz 20. April 189G (K.G.A. II, S. 253).

Läuse, O.L.G. Breslau 24. März 1887, St.K. b. A.G. Itzehoe 27. März1895 (K.G.A. I, S. 115). St.K. b. A.G. Wetzlar 15. November 1899(K.G.A. III, 8. 398).

Schwangerschaft, K.G. 12. Januar 1899 (K.G.A. II, S. 333).

Bchweiflfnfi, K.G. 5. Mai 1902 (Pharm. Ztg. 1902, Nr. 38).

Sommersprossen, R.G. 27. Februar 1899 (K.G.A. II, S. 375).

Warzen, sind Korperschäden: K.G. 16. Dezember 1901 (Joh. XXIII, C.S. 56).

Wie hieraus hervorgeht ist die Rechtsprechung in diesemPunkte noch etwas unsicher.

Zu bemerken ist, daß die Empfehlung eines Mittels gegenbestimmte Krankheiten kein notwendiges Erfordernis einerGeheimmittel-Ankündigung ist. Eine solche liegt auch dann vor,wenn ganze Gruppen von Krankheiten, gegen die das Mittelwirksam sein soll, genannt werden (K.G. 2. Dezember 1001,K.G.A. III, S. 401), oder wenn es als geeignet empfohlen wird,die Begleiterscheinungen von Krankheiten zu beseitigenund zur Heilung von Krankheiten beizutragen (K.G. 10. Okt. 1902,Pharm. Ztg. 1902, Nr. 98).

5. Geheimmitel sind Mittel, die zur Verhütung, Linderungoder Beseitigung von Krankheiten usw. bestimmt sind. DerAusdruckbestimmt" steht hier im Gegensatz zugeeignet".Lediglich auf die Zweckbestimmung kommt es an und es ist fürdie Geheimmittel, ganz wie es die Kaiserliche Verordnung vom22. Oktober 1901 für die Heilmittel festsetzt, völlig bedeutungslos,ob sie heilkräftig«! Stolle enthalten oder nicht".

K.G. 26. November 1896 (K.G.A. l, S. 129).Ob das Pulver sich in Wahrheil als ein Arzneimittel darstellt odernicht, muß für belanglos erachtet werden, weil es nur darauf ankommt,ob dasselbe als Arzneimittel angepriesen ist.

Eine solche Anpreisung als Heilmittel braucht indessen nichtimmer mit direkten Worten erfolgen, sie kann verschleiertgeschehen, namentlich durch Verweisung auf Atteste, Aner-kennungsschreiben und dergl. (K.G. 7. Juli L892) sowie auchdurch die Zweckbestimmung des Mittels an sich, wobei es nichterforderlich ist, daß diese Zweckbestimmung in der Ankündigungselbst zum Ausdruck kommt. (K.O, 18. Mai 1899, K.O.A. II, 8.328).