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Ueber die Zerlegung der Mineralwasser. 181
2) Feste ßejtandt heile.Bestimmnng der verschiedenen Acidate etc. eines Mineralwassers.
Vorwort.Hier ist ein Mineralwasser angenommen, in wel-chem sich folgende, gewöhnlich vorkommende Bestand»theilebciinden, als: Sulfate des Natrium-, Calcium- undMagninmoxyds ; die Carhonate obiger Oxyde, die Chlo-ride des Natriums, Calciums und Magniums etc.
Erster Theil der Analyse.
a) Man verdampfe eine beträchtliche Menge —20 bis 30 Pfund — eines Mineralwassers bei einer Tem-peratur von 99° bis auf den 25. Theil.
Diese Operation wird gemeiniglich erst dann vorgenom-men, nachdem man sich daich Versuche überzeugt hat (siehegebundene Oxyde), wie viel an Karbonaten von der Kohlen-saure, und wie viel durch eigne 1.,6'sHchkeit aufgenommen war.
Es ist manchmal schwer zu entscheiden, ob die kaiischeReaction der abgerauchten Mineralwasser von sehr geringerMenge vorwaltenden Natrrnmoxydcarbonats, oder von den Car-bonaten erdiger Oxyde herrühre.
Dadurch wird eine sehr trübe Flüssigkeit zurück-bleiben, welche mit ihrem wohl zerriebenen Bodensatzauf ein lilter zu bringen isl. Letztem wasche mandurch dreimalige Tränkung, trockne und glühe ihn.
Das Mineralwasser gänzlich zur Trockne abzurauchen unddas Gewicht des zurückbleibenden Salzes mit dem berechnete ldes Resultats zu vergleichen, fuhrt selten zu einer befriedi-genden Uebereinstiminung, weil man den Rückstand ohne Zer-setzungen einiger seiner Salze selten zu gleichem Grad derTrockne bringen kann. Eine Erhitzung desselben bis nahe vordem Glühen bringt jedoch der Wahrheit am nächsten.
Die übrig bleibende Salzmassc nach dem Einengen eine»Mineralwassers mit Weingeist zu digeriren und dadurch einigeChloride auszuziehn etc., ist kaum mehr anzurathen; tlieilsweil ein doppeltes Aufsuchen von Chlor dabei Statt bildenmufs, theils weil jene Verbindungen gewifs nicht in der Art, alswir sie darstellen, präexistiren, sondern wahrend des Abrau-chens zum Thsi] erst gebildet werden j auch geht stets etwasClilorsodiuai mit in die Auflösung, welches dann schwer abzu-scheiden ist. Sehr praktisch bewahrt sich aber, wie bekannt,die Trennung einiger Sullate von den Chloriden durch wafsri-gen Weingeist, z, B. indem man das Evaporat mit dem dop-pelton Volum desselben versetzt etc.
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