M
112 I. Sauerstofffreie Mineralien. A. Metalle.
Nach Berthier bringt man das noch feuchte Oxydhy-dratgemenge durcli Chlor oderCalciumoxydchlorat zur höchstenOxydation, und digerirt es mit Ammoniak, wodurch nur Nik-kei — als Chlorid, und wenn wenig Kobalt vorhanden ist,auch als Chlorat — aufgenommen , das Kobalt aber als Peroxydnicht angegriffen wird. Ersteres präcipidrt man dann durchNatriumoxydcarbonat.
e) Die mit Natriumoxydcarbonat behandelte Flüssig-keit von b., wie die Auflösung des mit dem Nickel-oxydarseniat geglühcten Kaliumoxyds werde nun, wiebei $. 85 d., behandelt.
Mit Bariumoxydsalzen ist endlich noch die etwavorhandene Schwefelsäure (folglich auch der Schwefeldes Minerals) aufzusuchen.
Wenn Blei und Wismuth in der sauren Flüssigkeit ge-genwärtig sind, werden diese, nach geschehener Abstumpfungund Verdampfung ersterer, als Arseniate grö'fstentheils nieder-fallen, welche, damit sie sich nicht'in ein basisches und sau-res Salz theilen, vorsichtig auszuwaschen sind.
Wenn noch Arseniksäure in der letzten Flüssigkeit übriggeblieben wäre, so liefse sieh selbige hier mittelst Hydro-thionsäure rein ausscheiden.
Die Arseniksaure kann auch vor der Abtrennung des Nickel-oxyds , freilich nicht ohne einigen Verlust des letzteren, ge-schieden werden, wenn man erst die Eisenoxydiösung, undnachher so viel einer sehr verdünnten Auflösung von Natrium-oxydcarbonat hinzusetzt, bis sich Spuren eines grünen Nie-derschlags vom Nickel, oder eines rosenrothen vom Kobalt«eigen. Das Eisenpräcipitat erscheint dann erst gelblich vonneutralem, und hierauf braun von basischem Arseniate.
Bei den Fällungen der meisten, das Nickeloxyd begleiten-den Basen durch Ammoniak wird ersteres in Folge der be-kannten Rückwirkung dieses Präcipitans nie so rein aufgenom-men , dafs nicht gewisse Antheile davon mit jenen zurück-blieben. Alumium^ und Eisenoxyd, welche sich gegen dasNickeloxyd negativ verhalten, wirken hier unbedeutend entgegen;stärkere Basen aber binden es fester.
Ammoniakcarbonat (mit Ammoniaksnlfat) fällt die erdigenOxyde völlig aus, während reines Nickel aufgelöst bleibt.
Vom Magniumoxyd wird es am besten durch Hydrothion-ammonium getrennt, indem das Uebermaafs des Fälluugsmit-tels wiederum durch etwas Essigsäure zersetzt werden kann.
Fällt man das Nickel zugleich mit erdigen Oxyden zuCarbonat, so kann es durch Ammoniak ziemlich gut wiederausgezogen werden,