82. Natriumoxydborat. 177
S2. Natriumoxydborat.
Boras natricus. Borate de Sende,Boraxsaures Natron. Natron boracicum.
Das Natriamoxydborat krystallisirt in vierseitigen,auch wohl sechs bis achtseitigen Säulen. Es bat einenmilden alkalischen Geschmack. Seine Anflöslichkeit be-tr %' i |F» tei 100° 1^1. Es enthält viel Krystall-wasser; in der Hitze zergeht es daher in selbigem undverliert es unter heftigem Aufschäumen gänzlich, ziehtaber in feuchter Luft wieder etwas davon an. Es bläuetdas geröthete Lackmuspapier, Es besteht aus 16,31Oxyd, 36,59 Säure und 47,1 Krystallwasser.
Gebranch,
Es wird hauptsächlich vor dem Lülhrohre gebraucht,weil es die Eigenschaft hat, sowohl saure als basische,mehrentheils leichtflüssige Verbindungen mit verschiede-nen Körpern einzugehn, und letztere dann durch das Ver-hallen, welches sie hier .äufsern, kenntlich zu machen.Es bildet klare Gläser mit Siliciurn-, Alnmium-, Eisen-nnd Manganoxyd, nicht immer mit Yttrium-, Beryllium,Zirkonium-, Cererium-, Titan - und Tantaloxyd, indem Fall nämlich, wo man die Flamme flattern läfst,oder die Menge des Oxyds dem Auflösungsvermögendieses Flufsrnitlels nicht angemessen ist^ nämlich imLebermaafs davon zusetzt. Die hier gewonnenen Glä-ser trüben sich höchst selten.
Es sey hier eine kurze Uebersicht der Ilaupter-scheinungen, die es mit mehreren Substanzen darbietet,gegeben.
Magniumoxyd, ein klares Glas gebend, beiflatternder Flamme unklar werdend. Bei grofsem Zu-satz des Oxyds nach dem Erkalten eine krystallinischeGestalt annehmend und milchweifs erscheinend. Die-sem ähnlich verhält sich Magnesit, Boracit, Chondodrid,Pyralloblb, Meerschaum, Serpentin. Seifenstein, der Spi-nell, welcher aber schwer löslich ist, der Pleonast etc.Mehrere magniumoxydhaltige Fossilien reagiren neben-her durch ihren Eisen, letzteres durch seinen Chrom-gchalt.
Calciumoxyd, wie das Vorhergehende, jedochDu WMoil f. 11