146
66. Ammoniaksnlfit.
nitrat ein gleicher Zweck erreicht wird. Ucbrigcns istes da bequem, wo man geradezu Chlor neben Schwe-felsäure prüfen will; z. ß, hei Untersuchung der Essig-säure und der mit Schwefelsäure nentralisirten Pot-asche, des käuflichen Natrium- und Magniomoxydsul-fats auf Chlorsalze. Siehe übrigens Silherox) dnitrat.
Bereitung.
Am leichtesten und zweckmäfsigsten verschafft mansich dieses Salz durch Zersetzung des Silheroxydnitratsin concentrirter Auflösung durch Schwefelsäure. Espräeipitirt sich dadurch ein kristallinisches Pulver, wel-ches einige Male mit etwas kaltem Wasser anzuspü-len ist.
66. Ammoniaksulfit.
Sulfis ammonicus, Sulfite d'ammoräaque.S chw ef e ligs aures Ammoniak. Ammoniosum sulphurosum.
Das Ammoniaksnlfit krystallisirt in sechsseitigenPrismen mit sechsflächigen Zuspitzungen, und enthält2 Atom Wasser oder 13,93 Procent desselben. SeinGeschmack ist kühlend, eindringend und schweflich.Seine Aullöslichkeit beträft 1^2-?. An der Luft zieht
° 1 000
es Feuchtigkeit und Sauerstoff an, und wird endlichzu Aminoniaksulfat etc. Es besteht aus 34,85 Ammo-niak und 65,15 Säure.
Gebrauch.Zur Rednction der SeJensäure im freien oder gebun-denen Zustande. Wird es nämlich einer gesäuertenFlüssigkeit hinzugesetzt, worin sich jene befindet, soscheidet sich Selen in der Kälte als rothes, in der Hitzeaber vollkommner als schwärzliches Präcipität aus.Hierbei sind jedoch die Niederschläge zu berücksichti-gen, welche durch die hinzugesetzte Säure oder dieschweflige Säure des Reagens seihst entstehen können,z. B. in der Solution des Selenbleies etc. Eine reineScheidung des Selens bewirkt man auf einem andernWege. Siehe Chlorammonium.
Natrium- und Kaliumoxydstilfit vertreten, wie essich von selbst versteht, die Stelle des obigen«