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1 (1829)
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Chlorsalpetrige Säure. 95

wart des Chlors in dieser Saure, obgleich nicht zu leng-nen ist, dal's die vorhandene salpetrige Säure häufigmitwirkt.

Alle Schwermetalle, welche mit ihr anflü'slicirer Ver-bindungen eingehen, werden zum Theil sogleich zuDoppelchloride, und hei der Zersetzung, z. B. durchKahen, im Allgemeinen als reine Oxyde und Peroxydeausgeschieden: jene sind Gold, Platin, Antimon, Zinn,Eisen etc.

Zur Scheidung des Goldes vorn Platin, indem ver-dünnte chlorsa'.petrige Säure in der Kälte ersterc aut-löst, letztere zurückläCst.

Man gebraucht sie zur Zersetzung der Schwerme-talllhionide und ihrer Mischungen, vorzüglich solcher,die Antimon führen. Meistens wird hierbei ein TheilSchwefel ausgeschieden, während sich ein anderer zuSchwefelsäure oxydirt.

Durch wiederholte Einwirkung dieses Sänregemi-sches auf gedachte Verbindungen ist oftmals auch allerSchwefel in Säure zu verwandein und kann dann durchBariumoxydacidate geschätzt werden, indem 10000 dasPräcipitat 1376 Schwefels andeuten.

An merk. Tri den melirsten Fällen thut man wohl, die zu be-handelnden Körper erst mit Hydrochlorsaure zu überweisenund dann die Salpetersäure allmählig hinzu zu geben, weilweniger Verlust von Chlor dabei Statt findet.

Nach geschehener Behandlung einiger natürlichenThionide mit Salpetersäure ist sie das beste Lösungs-mittel des zurückbleibenden Antimonoxyds.

Durch ihre Zwischenknnft wird die arsenige Säureleicht zu Arseniksäure oxydii I und daher z. B. mit Ei-sen zur Fällung und richtigeren Berechnung geschicktgemacht.

Sie bildet, mit Eisen digerirt, das als Reagensnicht zu entbehrende zweite Cnlorcisen, löst aber auchdas Peroxyd des E ; scns leicht auf.

Sie ist zur Untersuchung der Ackererden empfoh-len; in der Thal ist sie eingreifender als Hydrochlor-saure allein, indefs nimmt sie nicht alles freie Alumini-umoxyd auf, wie man glaubte.

Durch sie scheidet man unter Bildung von Chlor-silber das Silber vom Gold; doch ist die Anwendung