Druckschrift 
3 (1916)
Entstehung
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646
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Familie: Compositae.

In Buitenzorg L ) wurde aus den Blättern von Blumea bal-samifera ein Ol erhalten, dessen spezifisches Gewicht 0,944 bei28 betrug.

Vor einer Reihe von Jahren kamen Schimmel 8( Co. inden Besitz eines dunkelbraunen Ngaicampheröls von borneol-artigem, charakteristischem Geruch, das wahrscheinlich schonvon der Fiauptmenge des Borneols durch Wasserdampfdestillationbefreit worden war.

Dieses Öl, das von R. Jonas 2 ) untersucht worden ist, hattefolgende Eigenschaften: d 16 „ 0,950, «„ — 12°30', n DS0 . 1,48151,S.Z. 23,35, E. Z. 1, E. Z. nach Actig. 198 (entspr. 63,95 °oAlkohol C 10 H ls O). Die fraktionierte Destillation unter ver-mindertem Druck ergab als erste Fraktion eine kleine Mengeeines Öls vom Sdp. 38° (40 mm) bis 80° (30 mm). Darin, wieauch in der folgenden Fraktion, konnte Cineol durch die Jodol-doppelVerbindung vom Smp. 111,5° nachgewiesen werden. Dienächstfolgende Fraktion (« J) + 4°10'), die zwischen 80° (30 mm)und 75° (12 mm) destillierte, gab ein Nitrosochlorid vom Smp.103,5°. Mit Rücksicht auf den Siedepunkt dieser Fraktion istes wahrscheinlich, daß hier das Nitrosochlorid des Limonensvorlag. Da die weitere Fortsetzung der Vakuumdestillation durchreichliche Ausscheidung von festen Kristallen (Borneol) erschwertwurde, war eine Entfernung dieser Substanz durch Ausfrierenerforderlich. Zuerst wurden dem Öl aber mit Sodalösung Spurenzweier fester Säuren, wahrscheinlich Palmitinsäure undMyristinsäure, darauf mit 5°/«iger Natronlauge ein Phenolentzogen. Die sich bei starkem Abkühlen aus dem phenol- undsäurefreien Öl abscheidenden Kristalle stellten ein Gemisch von1-Borneol und 1-Campher dar. Zur Isolierung des Borneolswurde ein Teil davon im Autoklaven mit Phthalsäureanhydrid6 Stunden lang auf 110° erhitzt, die gebildete Phthalestersäurein verdünnter Sodalösung aufgenommen und die alkalische Lösungnach Ausschütteln mit Äther unter Zusatz von Natronlauge imDampfstrom destilliert. Das mit Wasserdämpfen leicht flüchtigeBorneol erstarrte in der Vorlage zu blättrigen Kristallen vomSmp. 203°. Der Destillationsrückstand der Ätherlösung gab bei

*) Verslag 's lands plantentuin Buitenzorg 1S95, 38.•) Bericht von Schimmel § Co. April 1909, 149.