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Familie: Compositae.
862. Speiköl.
Die in den steirischen Alpen wachsende, unscheinbare Speik-Pflanze, Valeriana celtica L, liefert die früher unter den NamenAlpenspik, celtischer Spik, Spica celtica bekannte Droge. DieWurzel gibt bei der Destillation 1,5 bis 1,75 °/o ätherisches Ölvon starkem, mehr an Römisch-Kamillen- und Patchouliöl alsan Baldrianöl erinnerndem Geruch. Es hat das spez. Gewicht0,967 und siedet von 250 bis 300° 1 ).
Ein von H. Haensel-) in einer Ausbeute von 0,1 %erhaltenes Öl roch nach Baldrian- und Haselwurzel. d„ 0 „ 0,9693;Oj, — 42"; V. Z. 62,5; E. Z. des vorher verseiften und dann ace-tylierten Öls 71,9; löslich in jedem Verhältnis in 90°oigemAlkohol. Es enthielt Palmitinsäure und ein bei etwa 255'siedendes Sesquiterpen von den Eigenschaften: d., 0 „ 0,9359,a D — 30,88°.
Familie: COMPOSITAE.
863. Ageratumöl.
Die in warmen Ländern sehr verbreitete Composite Agera-tum' 6 ) conyzoides L. findet sich beispielsweise auf Java 4 ), inMittel-Afrika 5 ) und besonders in Annam"), wo sie wegen ihresmassenhaften Auftretens eine Plage für den Pflanzer bedeutet.
Die Pflanze wurde zuerst in Buitenzorg von P. van Rom-burgh 1 ) destilliert, der dabei das Auftreten von Methylalkoholbeobachtete. d„ >t . 1,015; « D — 2,75°. Das Öl siedete bei ungefähr260° und dürfte der Sesquiterpenreihe angehörende Verbindungenenthalten.
1 ) Bericht von Schimmel £j Co. Oktober 1887, 36.
2 ) Chem. Zentralbl. 1909, II. 1557.
8 ) Ageratum mexicanum Sims hat nach H. Molisch u. S. Zeisel(Berichte bot. Ges. 6 [1888], 353) im frischen Zustand einen wahrscheinlichvon einem ätherischen Öl herrührenden Geruch, während die Pflanze imgetrockneten Zustand nach Cumarin riecht, von dem ein Gehalt von 0,06" onachgewiesen worden ist. Die Blätter von A. brachystephanum Reg. enthaltenebenfalls nach dem Absterben Cumarin.
*) Bericht von Schimmel b, Co. April 1898, 57.
5 ) E. de Wildeman, Notices sur les plantes utiles. Publication del'Etat du Congo 1906, Vol. II. Fase. 1, p. 110.
*) Berichte von Roure-Bertrand Fils April 1914, 8.