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3 (1916)
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635
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Kessowurzelöl.

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Die von 155 bis 160° siedende Fraktion dreht stark nachlinks und besteht, wie der entsprechende Anteil des Baldrianöls,aus l-«-Pinen (Nitrosopinen, Smp. 101°) und 1-Camphen 1 ),(Isoborneol, Smp. 212°). Zwischen 170 und 180° ging Dipenten(Tetrabromid, Smp. 123") über. Es ist aber fraglich, ob diesTerpen einen Bestandteil des ursprünglichen Öls bildet oder obes erst durch die Einwirkung der Säuren auf Pinen oderTerpineol entstanden ist.

Das Borneol des Kessoöls ist, wie das des Baldrianöls,linksdrehend und als Essigsäure- und Isovaleriansäureestervorhanden. Das im Baldrianöl gefundene Bornylformiat fehlt imKessoöl ganz. Terpineol wurde durch die Bildung des Dipenten-dijodhydrats (Smp. 76°) in der von 200 bis 220° siedenden Fraktionnachgewiesen. Andre für Terpineol charakteristische Reaktionenkonnten wegen der schwer zu entfernenden Verunreinigung mitBorneol nicht erhalten werden. Die zwischen 260 und 280°übergehende Fraktion von ausgesprochenem Sesquiterpengeruchgab mit Salzsäure kein festes Chlorhydrat. Die höchstsiedendenAnteile des Kessoöls enthalten, neben einem blauen Öl, denEssigester eines Alkohols C 14 H 24 0.,, das Kessylacetat.

Kessylacetat, C ld H., :! 0CH 3 CO, ist ein dickflüssiges, bei 20° nicht fest werdendes Öl. Es geht im Vakuum (15 bis16 mm Druck) zwischen 178 und 179° über. Bei gewöhnlichemLuftdruck siedet es nicht ganz unzersetzt gegen 300°; a D 70° 6'.

Der Kessylalkohol, C 14 H 01 0,, kristallisiert in großen,schön ausgebildeten Kristallen im rhombischen System. Er istgeruchlos, unlöslich in Wasser, leicht löslich in Alkohol, Äther,Chloroform, Benzol und Petroläther. Er schmilzt bei 85° undsiedet bei 11 mm Druck zwischen 155 und 156°, bei gewöhnlichemLuftdruck zwischen 300 und 302°. Seine alkoholische Lösungist linksdrehend.

Durch Oxydation mit Kaliumbichromat und Schwefelsäureentsteht ein um 2 Wasserstoffatome ärmerer Körper, der inderben, bei 104 bis 105° schmelzenden Nadeln kristallisiert unddas polarisierte Licht nach rechts ablenkt.

Das im Baldrianöl gefundene blaue Öl ist im Kessoöl eben-falls enthalten.

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*) J.Bertram u. H. Walbaum, Journ. f. prakt. Chem. II. 4» (1894), 18.

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