Rosmarinöl.
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volle Ertrag geerntet wird, 20000 kg Öl erzeugt werden. DieseSchätzung stimmt mit einer früheren Angabe F. A. Flückigersüberein 1 ).
Im jähre 1901 sollen etwa 12000 kg' 2 ), 1903 17000 kg 3 ) Öldargestellt worden sein.
Als feiner im Geruch gilt das französische Rosmarinöl,das hauptsächlich in den Departements Herault, Gard, Drome,Bouches du Rhone, Var, Alpes-Maritimes und Basses-Alpesgewonnen wird. Die Hauptmenge an Öl liefern die beiden zuerstgenannten Departements. Hier wird der aufrechte Strauch bis2 m hoch und bildet zusammen mit Thymus vulgaris das Unter-holz lichter Abhänge 4 ). Die Destillation geschieht in derselbenWeise in ambulanten Blasen, wie sie bei Lavendelöl beschriebenist. Schimmel 8j Co. 5 ) erhielten bei der Destillation aus trocknen,französischen Rosmarinblättern 2 " o, aus Blüten 1,4 % Öl.
In neuerer Zeit hat das spanische Rosmarinöl sehr anBedeutung gewonnen. Es wird jetzt in großen Mengen in denGebirgen der Provinzen Granada und Murcia und im Küsten-distrikt der Provinz Sevilla hergestellt. Das an der Küste ge-wonnene Öl zeichnet sich aber unvorteilhaft durch sein niedrigesspez. Gewicht und seine mangelhafte Löslichkeit aus"). Die inden Bergregionen verbreiteten Tomillares 7 ) sind zum Teil Ros-marinheiden, die oft nur aus Rosmarinus officinalis (Römern),oft aber aus diesem mit verschiedenen andern Labiaten, be-sonders dem Spiklavendel, Lavandula Spica DC. und SalvialavandulifoliaVaYA bestehen s ). Sie werden häufig mitdestilliert,woraus sich die sehr wechselnde Beschaffenheit des spanischenRosmarinöls erklärt. Die Destillation, die von April bis Oktoberdauert"), wird in den bei Thymianöl abgebildeten Blasen, die mit
') Ibidem 222 (1884), 476.
2 ) Chemist and Druggist 61 (1902), 220.
') Bericht von Schimmel 6j Co. Oktober 1904, 82.
4 ) Arch. der Pharm. 222 (1884), 475.
"') Bericht von Schimmel Sf Co. Oktober 1893, Tabelle im Anhang S. 34.
") Perfum. Record 3 (1912), 61.
~) Unter Tomillares versteht man Felsenheiden mit vorherrschend ver-holzten Labiaten. M. Rikli, Botanische Reisestudien von der spanischen.Mittelmeerküste. Zürich 1907, S. 34.
s ) M. Willkomm, Grundzüge der Pflanzenverbreitung auf der iberischenHalbinsel. Leipzig 1896, S. 156, 160 usw.