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3 (1916)
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Wintergrünöl.

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H. Haensel 1 ) durch Destillation 0,123°,o eines gelben Öls vomscharfen, aromatischen Geruch der Alpenrose. d 18 , 0,8620;« Die5 <, 4,33°. Durch Natriumbisulfit ließen sich Spuren einesAldehyds isolieren. Das aldehydfreie Öl hatte die V. Z. 20,5und nach Actig. 36,2. Die Fraktion vom Sdp. 150 bis 160" liefertegeringe Mengen eines Nitrosochlorids vom Smp. 102 bis 103°,das sich weder mit Piperidin noch mit Benzylamin umsetzen ließ.

Die Destillation der verholzten Stämme lieferte 0,0097 ° oÖl, das in Geruch und Farbe dem aus Blättern und Blütenerhaltenen glich.

745. Wintergrünöl.

Oleum Gaultheriae. Essence de Gaultheria. Oil of Wintergreen.

Herkunft. Das zur Familie der Ericaceae gehörende Winter-grün, Gaultheria procumbens L., ist in Nordamerika von denNeu-England-Staaten bis Minnesota und südlich bis Georgia undAlabama verbreitet. Der eigenartige, angenehme, sich beimKauen der Pflanze entwickelnde Geruch und Geschmack hatihre Benutzung bei den Eingeborenen schon frühzeitig veranlaßt,denn zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wurdenWintergrünblätter statt des chinesischen Tees gebraucht-).

Gewinnung. Die Gewinnung des Wintergrünöls ist stetsziemlich primitiv betrieben worden, da die Destillation der frischenPflanze von kleineren Landbesitzern an Ort und Stelle ausgeführtwurde. Dies geschah zuerst in den Neu-England-Staaten :S ) underst später in den Berg- und Waldgegenden der Staaten New York,New Jersey, Pennsylvania, Virginia und Maryland. Als Destillier-blase dienen gewöhnlich alte, kupferne Branntweinblasen ver-schiedener Größe, meistens von 200 bis 400 Gallonen Inhalt 4 ).Mitunter wird die Destillation in Kästen von solidem Eichenholzvon etwa 8 Fuß Länge, 4 Fuß Höhe und 4 bis 5 Fuß Breiteausgeführt, meistens aber werden größere, mit starken eisernenReifen zusammengefügte, eichene Spiritusfässer verwendet, derensiebförrhig durchlochter Boden möglichst dicht in einem passenden

>) Chem. Zentralbl. 1906, II. 1495; 1907, I. 1332.

3 ) C. F. Rafinesque, Medical Flora of the United States of NorthAmerica. 1828. Vol. 1, p. 204.

°) Proceed. Americ. pharm. Ass. 28 (1880), 269; 30 (1882), 184.') Americ. Journ. Pharm. 51 (1879), 439.

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