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Familie: Pirolaceae.
Essigsäure und Ameisensäure. Aus den zwischen 150 und160' siedenden, linksdrehenden Anteilen des verseiften Ölsisolierte Richter eine Fraktion vom Sdp. 158 bis 166° (d u „0,8633;ß D18 . — 8,45°), worin er Pinen durch das Nitrosochlorid und dasNitrolbenzylamin nachwies. In einem bei 168 bis 176° siedendenAnteil (d u <, 0,8624; a D16 . — 5,85") wurde 1-Limonen (Nitroso-chlorid; Nitrolpiperidin, Smp. 103 bis 106°) gefunden. In denhochsiedenden Anteilen war ein kristallinischer Körper C 15 H,„0.,enthalten, den Richter Daucol nennt und den er als einenzweiwertigen Sesquiterpenalkohol ansieht. Der überdie Xanthogenverbindung gereinigte Körper bildet weiße, seiden-glänzende Kristallnadeln vom Smp. 115 bis 116°; [a\ mi . —17,15bis —17,47°. Bei der Acetylierung wurde nur eine Acetylgruppegebunden, obgleich die Anwesenheit von zwei Sauerstoffatomenauf zwei Hydroxylgruppen deutet; Brom wurde nicht addiert.
Die Möhrenwurzel 1 ) gibt bei der Destillation nur 0,0114%eines farblosen Öls vom spezifischen Gewicht 0,8863 bei 11,2°.
741. Laserpitiumöl.
Aus den Früchten einer zur Gattung Laserpitium (Familieder Umbelliferae) gehörenden Pflanze erhielt H. Haensel 2 )1,87 °'o eines dunkelgrünen Öls, das im Geruch an Anis undKümmel erinnerte. d„ 0 „ 0,9538; S. Z. 3,2; V. Z. 15,5; V. Z. nachActig. 28,5. Nachgewiesen wurden Limonen, Eugenol- oderDihydroeugenolmethyläther und ein Paraffin vom Smp. 57bis 58°.
Familie: PIROLACEAE.742. Ol von Monotropa Hypopitys.
Das ätherische Öl der zur Familie der Pirolaceae gehörigenMonotropa Hypopitys L, die häufig auf Wurzeln schmarotzendin Wäldern angetroffen wird, wurde zuerst im Jahre 1857 vonF. L. Winckler 3 ) dargestellt. Dieser destillierte aus der Pflanze
') Wackenroder, Magaz. d. Pharm. 33 (1831), 145.
2 ) Chem. Zentralbl. 1906, II. 1496.
3 ) Neues Jahrb. d. Pharm. 7 (1857), 107; Vierteljahrsschrift f. prakt.Pharm. 6 (1857), 571; (ahresb. f. Chemie 1857, 520.