Galbanumöl.
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Aus den höher siedenden Anteilen wurden folgende Ver-bindungen isoliert:
Ein Disulfid G,H U S 8 vom Sdp.83 bis 84° (9 mm); d 18 „0,9721;a D —12°30'; es ist zu 45°/o im Rohöl enthalten.
Ein Disulfid C n H 20 So, das 20" ödes Öls ausmacht; d 14 „1,0121;Sdp. 126 bis 127° (9 mm); « D — 18°30'. Seinen widerlichenGeruch verdankt das Asantöl hauptsächlich diesem Körper.
Ein Körper (C 10 H 1( ,O) n vom spezifischen Gewicht 0,9639 bei22°; Sdp. 133 bis 145° (9 mm); « D — 16°. Er ist zu 20 >im Rohöl enthalten. Beim Behandeln mit Natrium entstehtaus ihm Cadinen, C 15 H., 4 .
Eine Verbindung C g H 16 S„ vom Sdp. 92 bis 96° (9 mm).
Ein Disulfid C 10 H 18 S 2 vom Sdp. 112 bis 116°.
726. Galbanumöl.
Herkunft. Das Galbanumgummiharz oder Mutterharz ist derfreiwillig aus dem Stamm und den stärkeren Zweigen ausfließendeund an der Luft eingetrocknete Milchsaft der hauptsächlich inPersien wachsenden Umbelliferen Ferula galbaniflua Boissier etBuhse, Ferula rubricaulis Boissier {Peucedanum rubricauleH. Baillon; Peucedanum galbanifluum H. Baillon) und vielleichtauch Ferula (Peucedanum) Schalr Borszczow.
Gewinnung und Eigenschaften. Der aromatische, nicht un-angenehme Geruch des Galbanums wird durch dessen großenGehalt an ätherischem Öl bedingt. Die Ausbeute bei der Destil-lation ist je nach dem Alter der Droge verschieden und schwanktzwischen 10 und 22 ° o.
Galbanumöl ist gelblich, hat das spez. Gewicht 0,905 bis0,955 x ) und dreht den polarisierten Lichtstrahl entweder rechtsoder links, a B bis +20° und bis —10°. Nach Hirschsohn 2 )liefert persisches Galbanum rechtsdrehendes, levantisches hin-gegen linksdrehendes Öl. n D20 „ 1,494 bis 1,506.
Zusammensetzung. Ein von P. Mössmer 3 ) untersuchtes Öl,das fast vollständig zwischen 160 und 165° siedete, ist nicht
') E. F. Harrison u. P. A. W. Seif, Pharmaceutical Journ. S9 (1912), 141;Chemist and Druggist 81 (1912), 204.
2 ) Jahresb. d. Pharm. 1875, 113.
3 ) Liebigs Annalen 119 (1861), 257.
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