Asantöl. 393
satus Gray (C. et R.) hat I. W. Brandel 1 ) ein ätherisches Öl dar-gestellt, dessen Geruch, ebenso wie der der Früchte, ausgesprochenanisartig ist. Das spezifische Gewicht des Öls, 0,978 bei 20° C,stimmt nahezu mit dem des Anis-, Sternanis- und Fenchelöls überein.Dennoch erstarrt das Öl nicht bei niederer Temperatur, ein Um-stand, der der Gegenwart von Methylchavicol zugeschrieben wird.
725. Asantöl. - Ol von Asa foetida.
Oleum Asae Foetidae. — Essence d'Ase Fetide. — Oil of Asafetida.
Herkunft. Asa foetida, Asant, Stinkasant oder Teufelsdreck,ist der eingetrocknete Milchsaft mehrerer Ferula-Arien. Ferulaalliacea Boiss., im nordöstlichen und östlichen Persien wild-wachsend, liefert die als „Hing" bekannte, meist in Indien ver-wendete Asa foetida, während der Asant des europäischenHandels, „Hingra", von Ferula foetida Regel (F. ScorodosmaBentley et Trimen; Scorodosma foetidum Bunge) stammt, die inSüd-Turkestan, Persien und Afghanistan wächst 2 ).
Die Asa foetida, die auf dem Londoner und Hamburger Markterscheint, wird hauptsächlich von Häfen des persischen Meer-busens, wie Bender Abbas und Buschir, ausgeführt 3 ).
Gewinnung. Asant gibt bei der Destillation mit Wasserdampf3 bis 19,6 ° o Öl. Hohe Ausbeuten sind besonders von J. C. Umneyund S.W. Bunker 4 ) sowie von E. F. Harrison und P. A.W. Seif"')beobachtet worden.
Eigenschaften. Asantöl ist eine farblose bis gelbe oderbraune Flüssigkeit 6 ) von sehr unangenehmem, an Zwiebeln undKnoblauch erinnerndem Geruch. An einer großen Anzahl vonÖlen, die aus persischer Asa foetida destilliert waren, stelltenHarrison und Seif folgende Konstanten fest: d 1Si5 „0,915 bis 0,993,
') Pharm. Review 20 (1902), 218.
2 ) G. Watt, The commercial products of India. London 1908, p. 534.
3 ) H. G. Greenish, Pharmaceutical Journ. 90 (1913), 729.
4 ) Chemistand Druggist 77 (1910), 205. — Perfum. Record 1 (1910), 165.
5 ) Pharmaceutical Journ. 88 (1912), 205; 89 (1912), 139; Chemist andDruggist 80 (1912), 269; 81 (1912), 202.
6 ) Nach H.M. Sechler u.M. Becker (Americ. )ourn. Pharm. 84 [1912], 4)soll reine Asa foetida ein farbloses, solche, die mit Galbanum oder Ammonia-cum verfälscht ist, ein gefärbtes Destillat geben.