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3 (1916)
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Familie: Burseraceae.

HEERABOL-MYRRHENOL.

Herkunft. Die offizineile oder Heerabol-Myrrhe kommt ausdem südlichen Arabien und den Küstengegenden der Somali-länder. Über die Stammpflanze schreibt A. Tschirch in seinemWerkeDie Harze und die Harzbehälter", II. Aufl., Leipzig 1906,S. 891:Ich glaube, daß es verfrüht ist, irgendeine bestimmteArt anzugeben. Sicher ist nur, daß eine Comm/'phora-Art Nord-ostafrikas die Droge liefert." An andrer Stelle (S. 394) sagtderselbe Forscher, daß C. Myrrha (Nees) Engler var. MolmolEngler die größte Wahrscheinlichkeit für sich hat, die Stamm-pflanze der Myrrhe zu sein.

Die Heerabol-Myrrhe ist von andern Sorten dadurch zuunterscheiden, daß ihr Auszug mit Petroläther durch Brom-dämpfe, unter Trübung und Abscheidung von violetten Flocken,eine rote Färbung annimmt. Diese Farbreaktion ist auch demätherischen Ol 1 ), das bei der Destillation in einer Ausbeute von2,5 bis 10% gewonnen wird, eigentümlich.

Eigenschaften. Das Myrrhenöl des Handels ist dickflüssig, vongelber bis grünlicher oder bräunlicher Farbe und hat einen starkenMyrrhengeruch. d 16 .0,988 bis 1,024; « D31 bis93 c ; n DI0 .1,5197bis 1,5274; S.Z. 0,8 bis 6; E. Z. 16 bis 40; E. Z. nach Äctlg. 32bis 65; löslich in etwa 8 bis 10 Vol. u. m. 90 °/oigen Alkohols.

Zusammensetzung. Eine von Ruickholdt ausgeführte Ele-mentaranalyse, die auf C 10 H u O annähernd stimmende Zahlengeliefert hatte, veranlaßte Flückiger' 2 ), das Öl auf Carvon zuprüfen. Es stellte sich jedoch heraus, daß dieser Körper imMyrrhenöl nicht enthalten ist.

Später hat K. Lewinsohn 1 ) drei Handelsöle und ein vonihm selbst aus Heerabol-Myrrhe destilliertes Öl 4 ) untersucht unddabei eine Anzahl Bestandteile aufgefunden.

x ) Ältere Literatur: Brandes, Buchholz Taschenbuch für Scheidekünstleru. Apotheker 1819, 125. Braconnot, )ourn. de Pharm. II 16 (1829), 288. -Bonastre, Buchners Repert. f. d. Pharm. U (1830), 293. -- Ruickholdt,Arch. der Pharm. 91 (1845), 10. Bley u. Diesel, ibidem !»1 (1845), 304.

2 ) Berl. Berichte '.) (1876), 471.

») Arch. der Pharm 244 (1906), 412.

4 ) Lewinsohn vermutet, daß in den Fabriken zur Erzielung größererAusbeuten zu dem Destillationsrückstand, sobald mit Wasserdämpfen kein