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3 (1916)
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107
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Petitgrainöl.

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Bei einem algerischen Öl wurde festgestellt 1 ): d ls „ 0,8705,k d + 21°33', Estergehalt (als Linalylacetat) 21,6%. Das Ölenthält'-) d-Camphen (Isoborneol, Smp. 212°) Limonen (Tetra-bromid, Smp. 104°), Linalool(?), Citral (etwa 4%; Naphthocin-choninsäure, Smp. 197°) und Geraniol (ca. 12" o; Chlorcalciutn-

verbindung).

434. Petitgrainöl.

Oleum Petitgrain

. — Essence de Petitgrain. Oil of Petitgrain.

Herkunft und Gewinnung. Petitgrainöl wird aus den Blätternund Zweigen der bittern Pomeranze, Citrus Bigaradia Risso,durch Destillation mit Wasserdampf gewonnen. Manchmal werdenauch die an den Zweigen hängenden Früchte mitdestilliert. Früherwurde das Öl hauptsächlich in Südfrankreich hergestellt. InParaguay ist die Destillation des Öls von dem französischenBotaniker Balanza, der im Jahre 1873 dorthin kam, eingerichtetworden. Die anfangs geringe Qualität der dort erzeugten Wareverbesserte sich im Laufe der Jahre so sehr, daß jetzt das süd-amerikanische Öl wegen seiner größeren Zuverlässigkeit undGleichmäßigkeit allgemein dem oft verfälschten französischenvorgezogen wird.

In Südfrankreich werden hauptsächlich die bei dem Be-schneiden der bittern Orangenbäume abfallenden Blätter undZweige destilliert :J ).

Nach den aus Paraguay vorliegenden Berichten wird dortRaubbau der schlimmsten Art getrieben, der bereits zu einervollständigen Vernichtung der „Manchones", wie das aus Orangen-bäumen bestehende Unterholz genannt wird, auf weiten Streckengeführt hat 4 ). R. von Fischer-Treuenfeld schreibt darüberin seinem Werke „Paraguay in Wort und Bild" 4 )"'):

„Obwohl wildwachsende Orangenwälder noch zahlreich vor-handen sind, so liegen sie heute bereits infolge des vernichtenden

') A. Chapus, Journ. de Pharm, et Chim. VI. 30 (1909), 484.-) G. Litterer, Bull. Soc. chim. III. 83 (1905), 1079.3 ) L. Mazuyer, Americ. Perfumer 4 (1909), 106, 127.') Bericht von Schimmel $ Co. April 1902, 48.'') II. Aufl. Berlin 1906, S. 187.