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Nachträge.
lösung zu ermitteln. Die Menge y i0 -Normal-Silbernitratlösung, welche durchdas Senföl in Schwefelsilber verwandelt ist, ergiebt sich hierauf aus der Diffe-renz, woraus sich dann die Menge des Ag 2 S leicht berechnen lässt (1 ccmi/ 10 -Normal-Silbernitratlösung — 0,0124 g Ag 2 S).
Zu Seite Das Alloxantin: C 8 H 4 N 4 0 7 , enthält nur 2 Mol. H 2 0. Erwärmt man
744. davon 1 bis 2 mg mit einem Tropfen Salpetersäure von 1,4 specif. Gewicht gelindebis zur Verdunstung der Säure und nimmt alsdann den Rückstand mit einemTropfen Ammoniakflüssigkeit und wenig Wasser auf, so entsteht eine prachtvollpurpurfarbige Lösung. Das Alloxantin ist von Ritthausen als Spaltungs-product des Convicins (s. S. 1349) beobachtet. Dem Convicin aus Wickenkommt die Formel C 10 H 16 N 3 O 7 -)- H 2 0, dem aus Saubohnen die FormelC I0 H 16 N 3 O s -\- H 2 0 zu. Das Convicin und das Vicin (s. S. 1348) scheinenglycosidischen Charakter zu besitzen.
Zu Seite Als Lignosulfit kommt die bei der Darstellung der Sulfitcellulose
775. abfallende, schweflige Säure enthaltende Flüssigkeit für arzneiliche Zwecke in
den Handel. Dieses Liquidum soll die in den Nadelhölzern vorhandenen Harze,
ätherischen Oele etc., sowie Verbindungen, welche durch die Einwirkung der
schwefligen Säure entstehen, enthalten.
Zu Seite Idose: C 6 H 12 0 6 , ist in zwei Modifikationen: -\- und — Idose, die beide
839. nicht gährungsfähig sind, bekannt. Dieselben entstehen als syrupartigeMassen bei der Reduction der entsprechenden Idonsäuren, bezüglich derenAnhydride mit Natriumamalgam in schwach saurer Lösung. Die Osazone derIdosen sind von denen der Gulosen (s. S. 839) nicht zu unterscheiden. DieLinks-Idonsäure: C 5 H 6 (OH) 5 CO . OH, entsteht neben Links - Gulonsäure(s. S. 489) bei der Einwirkung von concentrirter Blausäure und Salzsäure aufXylose, die Rechts-Idonsäure: C 5 H 8 (OU) 5 CO. OH, beim Erhitzen vonReclits-Gulonsäure mit Pyridin und Wasser auf 140° C. Bei weiterer Reductionmit Natriumamalgam gehen — und -f- Idose in — und 4" Id.it: C 6 H 8 (OH) 6 ,die beide syrupartig sind, über. Bei der Oxydation mit Salpetersäure entstehen
— und + Idozuckersäuren: C 4 H 4 (OH) 4 1^° - °]|.
Zu Seite Honig."" Wie S. 844 angegeben ist, sind rechtsdrehende Honigsorten
844' (Tannenhonig, Blattlaus- und anderer rechtsdrehender Naturhonig) als nichtnormal vom arzneilichen Gebrauch auszuschliessen. Zur Unterscheidungdieser Honige von stärkezuckerhaltigem empfehlen J. König und W. Kar sehdas folgende Verfahren: 40 g Honig werden in einem Maasscylinder auf 40 ccmmit Wasser aufgefüllt und von dieser homogenen Lösung 20 ccm in einen250 ccm-Kolben gebracht. Hierzu fügt man unter langsamem Zutröpfeln undUmschwenken absoluten Alkohol bis zur Marke und lässt die Mischung zweibis drei Tage unter zeitweiligem Umschwenken stehen. 100 ccm der klarenFlüssigkeit (= 8 g Honig) werden dann im Wasserbad zur Honigconsistenzeingedampft und werde hierauf in dem Rückstande, wie S. 844 angegeben ist,das Drehungsvermögen bestimmt. Zeigt der Honig nach obiger Behandlungdann eine Linksdrehung, so lag rechtsdrehender Naturhonig vor, zeigt erdagegen noch eine Rechtsdrehung, so kann ein Zusatz von Stärkezuckeroder Stärkesyrup angenommen werden.
Die Unterscheidung von Zuckerhonig (Invertzucker, der mit etwa10 Proc. echtem Honig versetzt ist) von reinem Naturhonig ist, wenn manabsieht von dem sehr schwachen Honiggeruch und Honiggeschmack, sowie von•dem spärlichen Auftreten von Pollenkörnern (mikroskopische Prüfung des in