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Terpene.
nacli mehrtägigem Stehen, die Anwesenheit fremdartiger Beimengungen (Ter-pentinöl etc.) meist durch den Geruch und den Geschmack erkennen lässt.Letzteres ist gewöhnlich auch der Fall, wenn man etwas von dem 'betreffendenOel mit der 50- bis 60 fachen Menge Zucker verreibt und den so bereitetenOelzucker einige Tage lang in einem geschlossenen Gefäss aufbewahrt. Als"Vergleichsmaterial wähle man für letztere Prüfungen ein notorisch achtes, oderein als brauchbar erkanntes ätherisches Oel.
Wie bereits erwähnt, ist ein Zusatz von Terpentinöl auch von einem ge-wissen Einfluss auf das optische Drehungsvermögen der ätherischen Oele. Dajedoch das Drehungsvermögen der meisten Oele ein sehr schwankendes ist, be-einflusst von den in wechselnden Verhältnissen, oft in entgegengesetzter Rich-tung drehenden Einzelbestandtheilen derselben , so kann auch nur in seltenenFällen ein Zusatz von Terpentinöl durch eine Bestimmung der Ablenkung despolarisirten Lichtstrahls direct mit Sicherheit nachgewiesen werden. Eine der-artige Prüfung wird noch durch den Umstand erschwert, dass ein und dieselbePflanze in verschiedenen "Wachsthumsstadien Oele von verschiedenem Drehungs-vermögen liefert. Auch die Wachsthumsverhältnisse der Pflanze, die Art derGewinnung des darin enthaltenen ätherischen Oels und vor allen Dingen dasAlter desselben, ist von wesentlichem Einfluss auf seine optischen Eigenschaften.Bei den im normalen Zustand optisch inactiven Oelen (Senföl, Bittermandelöl),sowie hei denen, welche nur ein sehr schwaches Drehungsvermögen besitzen(Anisöl, Gaultheriaöl, Zimmtöl, Nelkenöl, Rosenöl etc.), kann allerdings ausdem Vorhandensein einer stärkeren Ablenkung des polarisirten Lichtstrahlsunter Umständen auf einen Zusatz von Terpentinöl oder von einemanderen terpenreichen Oel geschlossen werden. Immerhin ist jedoch auch hier-bei nicht ausser Acht zu lassen, dass dem Terpentinöl etc. durch geeigneteManipulationen das Drehungsvermögen benommen, ja auch durch entsprechen-des Mischen von Rechts- und Links-Terpentinöl ein optisch inactives Oel dar-gestellt werden kann.
Die von Heppe angegebene Reaction auf Terpentinöl und sauerstofffreieätherische Oele überhaupt, mittelst Nitroprussidkupfer ist ohne praktische Be-deutung , da alle sauerstoffhaltigen Oele auch im normalen Zustand grössereoder kleinere Mengen von sauerstofffreien Bestandtheilen enthalten. Das Gleichegilt für das Verhalten gegen Kupferbutyrat, welches durch Terpentinöl, beimErhitzen auf 170 bis 180° C, zu Kupferoxydul reducirt werden soll. In manchenFällen können zur Charakterisirung der Reinheit der ätherischen Oele, unterAnwendung entsprechender authentischer Vergleichsobjecte, auch die Färbungendienen, welche auf Zusatz von Jod eintreten oder welche concentrirte Mineral-säuren (besonders Schwefelsäure oder Salzsäure) in denselben oder in ihrenLösungen in Schwefelkohlenstoff hervorrufen.
Nach ihrer Elementarzusammensetzung lassen sich die ätherischenOele eintheilen in 1. s au er stofffreie, bezüglich sauer st offarme(ter penreiche) Oele, 2. sauerstoffreiche (ter penarme)Oele, 3. stickstoffhaltige Oele und 4. schwefelhaltige Oele-
Terpene (Camphene, T e r p a d i e n e).
Als Terpene oder Camphene bezeichnet man eine Anzahl ätherischerOele, deren Zusammensetzung der Formel C 10 H 16 oder (C 5 H s ) n ent-spricht. Obschon die Terpene in chemischer Beziehung unter einander